Eschborn, Februar 2026 – Berufseinsteiger:innen sind in vielen Unternehmen ein unverzichtbarer Bestandteil der strategischen Personalplanung – denn sie sind die Fach- und F?hrungskr?fte von morgen. Die Randstad-ifo-HR-Befragung aus dem 4. Quartal 2025 zeigt: In der Mehrheit der Betriebe bleibt die Zahl der Stellen f?r Berufseinsteiger:innen in den kommenden Jahren konstant, doch knapp jedes f?nfte Unternehmen rechnet mit einem R?ckgang.
Die zentralen Ergebnisse im ?berblick:
– 16 % der Unternehmen erwarten in den kommenden drei Jahren eine steigende Stellenzahl f?r Berufseinsteiger:innen, 65 % mit einer gleichbleibenden Anzahl,
– Fast jedes f?nfte (19 %) Unternehmen rechnet mit weniger Einstiegsstellen – in Gro?unternehmen sogar 32 %,
– Vor allem in der Industrie erwarten Unternehmen weniger Stellen f?r Berufsanf?nger:innen (23 %); im Handel 20 %; in der Dienstleistungsbranche 15 %.
Unternehmen, die von sinkenden Einstiegsstellen ausgehen, nennen als wichtigsten Grund einen geringeren Personalbedarf (51 %). 38 % verweisen auf Automatisierung und Digitalisierung (z. B. KI). Weitere Gr?nde sind der Fokus auf Berufserfahrene (25 %), sinkende Bewerbungen von Berufseinsteiger:innen (24 %) sowie fehlende Ressourcen f?r die Einarbeitung (15 %).
Vier von zehn Unternehmen wollen Einstiegsaufgaben mit KI automatisieren
14 % der Befragten geben an, dass KI bereits klassische Aufgaben von Berufseinsteiger:innen im Unternehmen ?bernimmt. F?r die kommenden drei Jahre rechnen damit 40 %. Die Unterschiede nach Unternehmensgr??e sind deutlich: In Gro?unternehmen liegt der Anteil bei 63 %, in Kleinunternehmen erst bei 30 %.
„Der Berufseinstieg ist eine Investition in die eigene Zukunftsf?higkeit. Wenn Unternehmen weniger Einstiegsstellen anbieten und gleichzeitig KI h?ufiger Aufgaben ?bernimmt, wird es umso wichtiger, dass die verbleibenden Einstiegsrollen eine klare Perspektive bieten – mit Aufgaben, die Lernen und Weiterentwicklung erm?glichen, und mit einer realistisch geplanten Einarbeitung“, sagt Verena Menne, Group Director HR bei Randstad Deutschland.
Aufgabenprofile ?bersteigen h?ufig das Einstiegsniveau
Neben Personalbedarf und Automatisierung nennen 33 % der Unternehmen, die in Zukunft mit weniger Stellen f?r Berufseinsteiger:innen rechnen, dass die ausgeschriebenen Jobprofile zunehmend das Einstiegsniveau ?bersteigen. In dieselbe Richtung weisen weitere Angaben: 25 % wollen st?rker auf Berufserfahrene setzen und 15 % berichten von fehlenden Ressourcen f?r die Einarbeitung.
„Wenn immer mehr Aufgabenprofile ?ber dem Einstiegsniveau liegen und gleichzeitig Kapazit?ten f?r Einarbeitung fehlen, wird der Berufseinstieg schnell zum Nadel?hr – und Unternehmen merken die Folgen oft erst sp?ter, wenn Nachwuchs f?r Fach- und F?hrungsrollen fehlt“, sagt Verena Menne. „Einarbeitung sollte deshalb als gezielte Investition in Fachkr?fte betrachtet und genutzt werden, die immer schwieriger zu rekrutieren sind.“
?ber die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q4 2025. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgef?hrt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Gr??e und Branchen.
Keywords:K?nstliche Intelligenz, Beruf, Wirtschaft, Arbeitnehmer, Berufseinstieg
Powered by WPeMatico