Unternehmen setzen immer stärker auf Rentner:innen – Aktivrente überzeugt bislang nur bedingt

Randstad-ifo-Studie: Demografischer Wandel

Eschborn, M?rz 2026 – Die Aktivrente soll laut Bundesregierung einen wirksamen Anreiz f?r Erwerbst?tige bieten, l?nger im Berufsleben zu bleiben. Die Randstad-ifo-HR-Befragung f?r das 1. Quartal 2026 zeigt: ?ltere Besch?ftigte und Mitarbeitende in Rente sind auch unabh?ngig von dieser neuen Ma?nahme in vielen Unternehmen l?ngst fester Bestandteil der Personalplanung.

Die zentralen Ergebnisse:

– 70 % der Unternehmen besch?ftigen bereits Mitarbeitende, die Rente beziehen,
– 83 % dieser Rentner:innen waren schon vor Renteneintritt im Unternehmen besch?ftigt,
– 68 % der Unternehmen nennen Wissenserhalt und Know-how-Transfer als Grund f?r die Besch?ftigung von Rentner:innen, weitere 64 % nennen den Arbeits- und Fachkr?ftemangel.

Demografischer Wandel erh?ht den Handlungsdruck in den Betrieben

Fast vier von zehn Unternehmen (38 %) reagieren auf den demografischen Wandel bereits mit eigenen Ma?nahmen, um ?ltere Arbeitnehmende l?nger im Unternehmen zu besch?ftigen. Von diesen Betrieben setzen 87 % auf flexiblere Arbeitsmodelle: vor allem auf Minijobs (60 %) und Besch?ftigung in Teilzeit (58 %). Nur 25 % der Rentner:innen arbeiten weiterhin in Vollzeit in den befragten Unternehmen, 11 % in sogenannten „Midi-Jobs“ und 5 % als freie Mitarbeitende.

„Besch?ftigte ?ber die Rente hinaus zu halten, wird zu einem immer wichtigeren Thema f?r Arbeitgeber“, sagt Carlotta K?ster-Brons, Leiterin des Hauptstadtb?ros und nationale CSR-Koordinatorin bei Randstad Deutschland. „Schon heute sind 37 % der Besch?ftigten in den befragten Unternehmen ?ber 50 Jahre alt. Das birgt in den kommenden Jahren ein Risiko, denn der Verlust an Expertise ist f?r viele Unternehmen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung nur schwer auszugleichen. Auch wenn aktuell einige Industrieunternehmen Personal abbauen, wie zum Beispiel in der Automobilindustrie und deren Zuliefer-Branchen, gibt es in vielen Branchen weiterhin eine gro?e Knappheit an Fachkr?ften. Im Gesundheitswesen, der Bauindustrie oder auch im IT-Sektor wird der Mangel an Fach- und Arbeitskr?ften immer gr??er.“

Aktivrente gilt vielen Betrieben nur als Teil der L?sung

Wird die Aktivrente dieses Problem l?sen? Die Randstad-ifo-HR-Befragung zeichnet ein durchwachsenes Bild: Bisher bewerten nur 36 % der Personalverantwortlichen die Aktivrente als hilfreiches Mittel gegen den Arbeits- und Fachkr?ftemangel, davon 6 % als sehr hilfreich und 30 % als eher hilfreich. 36 % der Befragten stehen der Aktivrente neutral gegen?ber, die restlichen 28 % sind nicht von ihrer Wirksamkeit ?berzeugt.

„Die Aktivrente ist ein sinnvolles arbeitspolitisches Instrument, um den Arbeits- und Fachkr?ftemangel abzumildern. Nat?rlich kann sie die Folgen des demografischen Wandels nicht nachhaltig l?sen, aber die Aktivrente ist ein wichtiger Baustein in einem Paket aus Ma?nahmen, die die Unternehmen brauchen, um sich zukunftsfest aufzustellen. Dazu geh?ren aber ebenso ein verst?rkter Fokus auf eine h?here Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie der dringend ben?tigte Abbau von b?rokratischen H?rden, um Fachkr?fte aus dem Ausland f?r den Wirtschaftsstandort Deutschland zu begeistern.“

?ber die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q1 2026. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgef?hrt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Gr??e und Branchen.

Keywords:Arbeitsmarkt, Rente, Unternehmen, Wirtschaftsstandort, Fachkr?ftemangel

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