Alvarez & Marsal European Value Creation Survey 2026

Geopolitische Unsicherheit ver?ndert die Spielregeln im Private- Equity-Markt, operative Wertsteigerung r?ckt in den Fokus

– Geopolitische Volatilit?t ist die gr??te Herausforderung f?r Wertsteigerung und hohe Renditen im Private-Equity-Markt.
– Aktive operative Wertsteigerung tr?gt in einem anspruchsvolleren Umfeld inzwischen zur H?lfte des EBITDA-Wachstums bei.
– Bedeutung von Continuation Funds und des Sekund?rmarkts (Verkauf von LP-Anteilen) verdoppelt sich binnen eines Jahres aufgrund eines Exit-Staus.
– Fast zwei Drittel der Fonds setzen KI in Value-Creation-Programmen ein, im Vorjahr waren es noch 41 %.

M?nchen, 19.05.2026 – Das weltweit t?tige Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal (A&M) ver?ffentlicht heute zum bereits f?nften Mal seine European Value Creation Survey. Die aktuelle Ausgabe der Studie zeigt deutlich, dass geopolitische Verwerfungen, hohe Einstiegsmultiples und verl?ngerte Exit-Zeitr?ume die Private-Equity-Unternehmen in Europa vor gro?e Herausforderungen stellen. Sie sind zunehmend gezwungen, ihre Ans?tze zur Wertsteigerung neu auszurichten.
Laut 62 % der Befragten stellt geopolitische Volatilit?t inzwischen die gr??te Herausforderung f?r Wertsteigerung und Renditen dar. Knapp dahinter liegen mit jeweils 58 % Zollunsicherheiten sowie hohe Inflation und die Zinslage.

In diesem anspruchsvolleren Umfeld wird das EBITDA-Wachstum von Portfoliounternehmen zunehmend durch operative Verbesserungen statt durch Umsatzwachstum getragen. Die Analyse von A&M zu abgeschlossenen PE-Investitionen in Europa zeigt, dass Verbesserungen der EBITDA-Marge bei den 2025 ver?u?erten Portfoliounternehmen 51 % des EBITDA-Wachstums ausmachten, gegen?ber lediglich 21,5 % bei den Exits vor 2023. Der Beitrag des Umsatzwachstums sank im gleichen Zeitraum von 78,5 % auf 49 %.[1]

W?hrend 61 % der Befragten weiterhin optimistisch auf den Exit-Markt im Jahr 2026 blicken, reagiert die H?lfte mit einer Verl?ngerung ihrer Value-Creation-Pl?ne und refinanziert die Schulden ihrer Portfoliounternehmen, um auf bessere Marktbedingungen zu warten.

„Die Wertsch?pfung im Private-Equity-Markt ist in eine neue Phase eingetreten. Erfolgreich sein werden in diesem Umfeld die Unternehmen, die durch operative Disziplin, st?rkere kommerzielle Fokussierung und einen gezielten Einsatz von Daten robustere Gesch?ftsmodelle aufbauen. H?here Bewertungen, l?ngere Haltedauern und geopolitische Unsicherheiten erh?hen die Anforderungen an jeden Value-Creation-Plan. Investoren m?ssen operative Hebel deshalb bereits vor dem Deal identifizieren und ab Tag Eins konsequent umsetzen“, ordnet Steffen Kroner, Managing Director Private Equity Performance Improvement (PEPI) und Co-Head Deutschland bei A&M, die Marktentwicklung ein.

Sekund?rmarkt wird zum zentralen Liquidit?tsinstrument
Mit l?ngeren Exit-Zeitr?umen steigt die Nutzung des Sekund?rmarkts inklusive Continuation Fonds besonders stark an: 43 % der befragten PE-Unternehmen setzen diese Instrumente inzwischen ein. Das sind nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr, wo der Wert bei 24 % lag. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen, die Exits zu niedrigeren Bewertungen akzeptieren, von 29 % im Jahr 2025 auf nur noch 7 % in der aktuellen Analyse.
Die Mehrheit der ?ber den Sekund?rmarkt oder Continuation Fonds transferierten Assets gilt weiterhin als leistungsstark. 45 % der Befragten beschreiben sie als Unternehmen, die die Erwartungen erf?llen, aber mehr Zeit ben?tigen, um ihr volles Potenzial auszusch?pfen. Weitere 42 % sehen darin hochwertige Assets, die lediglich durch ung?nstiges Markt-Timing ausgebremst werden. Die gr??te Herausforderung dabei bleibt die Preisfindung: 64 % nennen die Abstimmung zwischen General Partners (GPs) und Limited Partners (LPs) bei der Bewertung als zentrale H?rde. Zudem geben 70 % an, dass rollierende Carried Interests und GP-Co-Investments genutzt werden, um sich die Unterst?tzung der LPs zu sichern.

KI entwickelt sich zum wichtigen Bestandteil messbarer Wertsteigerung
Der Einsatz von K?nstlicher Intelligenz in der Wertsteigerung von Portfoliounternehmen hat sich im vergangenen Jahr deutlich beschleunigt. Fast zwei Drittel der Befragten (63 %) nutzen KI inzwischen aktiv in ihren Value-Creation-Programmen, 2025 waren es 41 %. Gleichzeitig entwickelt sich der KI-Einsatz weiter: 39 % nutzen KI bereits funktions?bergreifend in ihren Portfoliounternehmen und erzielen damit messbare Verbesserungen, etwa bei Effizienz, Entscheidungsprozessen oder Profitabilit?t.
Am h?ufigsten wird KI f?r Datenanalyse und Erkenntnisgewinnung genutzt (69 %), gefolgt von operativer Effizienzsteigerung (60 %) und der Optimierung der Finanzfunktion (55 %). Besonders in den Bereichen Pricing Analytics, Nachfrageprognosen, Einkaufsoptimierung und Vertriebseffektivit?t unterst?tzt KI zunehmend messbar die EBITDA-Verbesserung.

Dennoch bestehen weiterhin H?rden: 60 % der Befragten nennen hohe Kosten und unklare Kapitalrenditen als gr??tes Hindernis f?r einen effektiven KI-Einsatz, 45 % verweisen auf Probleme bei Datenqualit?t und Datenverf?gbarkeit.

Bob Rajan, Managing Director, Private Equity Performance Improvement (PEPI) bei A&M, sagt dazu: „KI wird zu einem wichtigen Bestandteil des Werkzeugkastens f?r operative Wertsteigerung. Sie muss jedoch klar mit Ergebnis- und Cashflow-Hebeln verkn?pft sein. Die wirkungsvollsten Anwendungsf?lle liegen derzeit in Pricing, Einkauf, Forecasting und Finanzautomatisierung, also dort, wo bessere Daten direkt zu h?heren Margen und schnelleren Entscheidungen f?hren.“

Fr?here Umsetzung von Wertsteigerungsma?nahmen
Private-Equity-Unternehmen beschleunigen zudem die Umsetzung ihrer Value-Creation-Pl?ne. 58 % setzen entsprechende Ressourcen bereits innerhalb der ersten 100 Tage ein, doppelt so viele wie im Vorjahr (29 %). Das spiegelt die steigende Komplexit?t operativer Verbesserungsprogramme wider.

Trotz dieses fr?heren Einsatzes bleiben viele Programme hinter den Erwartungen zur?ck. 65 % der Befragten geben an, dass sie von den in den vergangenen zwei Jahren entwickelten Wertsteigerungszielen weniger als die H?lfte erreicht haben.

Zur Methodologie:
Anfang Februar 2026 befragte das Marktforschungsunternehmen Statista Q im Auftrag von Alvarez & Marsal 200 Private-Equity-Investoren sowie C-Level-F?hrungskr?fte aus Portfoliounternehmen in D?nemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten K?nigreich. Die Studie umfasste sowohl geschlossene als auch offene Fragen. Die Interviews wurden telefonisch durchgef?hrt. Die Ergebnisse wurden von Statista Q ausgewertet und konsolidiert und werden anonymisiert dargestellt.

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