Ausbildungsstart: Diese Rechte haben Azubis

ARAG Experten ?ber wichtige Regeln und sp?te Einstiegsm?glichkeiten

F?r viele Jugendliche hat mit dem Ausbildungsbeginn Anfang August bereits ein neuer Lebensabschnitt begonnen, andere starten erst zum 1. September. Gleichzeitig sind auch jetzt noch zahlreiche Ausbildungspl?tze unbesetzt. Wer bisher leer ausgegangen ist, muss die Hoffnung deshalb nicht aufgeben. Die ARAG Experten erkl?ren, welche M?glichkeiten Kurzentschlossene noch haben und worauf Auszubildende in den ersten Wochen besonders achten sollten.

Auch jetzt ist der Einstieg noch m?glich
Der Ausbildungsmarkt bleibt bis weit in den Herbst hinein in Bewegung. Immer wieder werden Ausbildungsvertr?ge kurzfristig gel?st oder Betriebe finden ihre Wunschkandidaten nicht. Vor allem im Handwerk, in der Pflege, in der Gastronomie sowie in vielen technischen Berufen sind weiterhin Ausbildungspl?tze verf?gbar. Die ARAG Experten raten Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz deshalb, nicht bis zum n?chsten Jahr zu warten. Ein Blick in die Stellenb?rse der Bundesagentur f?r Arbeit, auf die Ausbildungsb?rsen der Industrie- und Handelskammern (DIHK) oder der Handwerkskammern kann sich auch jetzt noch lohnen. Wer bei der Berufswahl flexibel bleibt und sich nicht ausschlie?lich auf einen einzigen Wunschberuf festlegt, verbessert seine Chancen zus?tzlich.

Rechte und Pflichten in der Probezeit
Gerade die ersten Monate dienen beiden Seiten dazu, sich kennenzulernen. W?hrend der Probezeit weisen die ARAG Experten auf besondere Regeln hin: Sowohl Auszubildende als auch Ausbildungsbetrieb k?nnen das Ausbildungsverh?ltnis ohne Angabe von Gr?nden k?ndigen. Die Probezeit muss mindestens einen und darf h?chstens vier Monate dauern. Auch in der Probezeit gelten alle Rechte aus dem Ausbildungsvertrag. Azubis haben Anspruch auf eine fachgerechte Ausbildung, auf die vereinbarte Ausbildungsverg?tung sowie auf den Besuch der Berufsschule. Der Betrieb muss die notwendigen Ausbildungsmittel zur Verf?gung stellen und daf?r sorgen, dass die Ausbildungsziele erreicht werden k?nnen.

Im Gegenzug sind Auszubildende verpflichtet, sorgf?ltig zu arbeiten, den Weisungen der Ausbilder zu folgen, Betriebsgeheimnisse zu wahren sowie Berufsschule und Ausbildungsbetrieb regelm??ig zu besuchen. Wer krank wird, muss den Betrieb unverz?glich informieren und, je nach betrieblicher Regelung, eine Arbeitsunf?higkeitsbescheinigung vorlegen.

Gute Ausbildungsbedingungen lohnen sich
Dass sich gute Ausbildungsbedingungen auszahlen, zeigt auch der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): Knapp 66 Prozent der Auszubildenden sind mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Gleichzeitig w?nschen sich viele bessere Perspektiven nach dem Abschluss und mehr Planungssicherheit f?r ihre berufliche Zukunft.

Probleme im Betrieb fr?hzeitig ansprechen
Nicht jede Ausbildung beginnt reibungslos. Unsicherheiten oder kleinere Konflikte lassen sich h?ufig l?sen, wenn sie fr?hzeitig angesprochen werden. Erste Ansprechpartner sind Ausbilder oder direkte Vorgesetzte. Gibt es gr??ere Schwierigkeiten, k?nnen ? sofern vorhanden ? auch der Betriebsrat oder die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) unterst?tzen. Die ARAG Experten raten au?erdem dazu, gerade in den ersten Wochen offen auf Kollegen zuzugehen, Fragen zu stellen und Feedback anzunehmen. Das erleichtert die Einarbeitung und hilft dabei, sich schnell im Betrieb zurechtzufinden.

Welche Versicherungen Azubis brauchen
Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Azubis mit Beginn der Ausbildung automatisch ?ber den Arbeitgeber gesetzlich unfallversichert sind. Der Versicherungsschutz gilt allerdings nur w?hrend der Arbeit, in der Berufsschule und auf den direkten Wegen dorthin. Die private Haftpflichtversicherung der Eltern besteht h?ufig w?hrend der ersten Berufsausbildung weiter. Ob das tats?chlich der Fall ist, sollte gepr?ft werden. Sinnvoll kann au?erdem eine Berufsunf?higkeitsversicherung sein. Da junge Menschen meist gesund sind, ist der Versicherungsschutz h?ufig deutlich g?nstiger als bei einem sp?teren Abschluss. Wer in die erste eigene Wohnung zieht, sollte au?erdem pr?fen, ob eine Hausratversicherung sinnvoll ist.

Finanzielle Unterst?tzung nutzen
Die Ausbildungsverg?tung reicht insbesondere in Regionen mit hohen Mieten nicht immer aus. Deshalb sollten Azubis pr?fen, ob sie Anspruch auf staatliche Unterst?tzung haben. Je nach pers?nlicher Situation kommen beispielsweise die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder das Wohngeld infrage, das bei der ?rtlichen Wohngeldbeh?rde beantragt wird. Ob Anspruch auf BAB besteht, k?nnen Azubis auf der Website der Bundesagentur f?r Arbeit mit einem offiziellen BAB-Rechner herausfinden. Aber auch der Ausbildungsbetrieb kann laut ARAG Experten entlasten. Manche Unternehmen unterst?tzen ihre Auszubildenden mit Wohnheimpl?tzen, Zusch?ssen zum Deutschlandticket oder weiteren freiwilligen Leistungen.

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