Rheumatoide Arthritis – im deutschsprachigen Raum auch chronische Polyarthritis genannt – ist die am h?ufigsten auftretende entz?ndliche Erkrankung der Gelenke. Sie ist eine Autoimmunerkrankung, die sich sowohl in starken Gelenkschmerzen als auch in der Einschr?nkung der Beweglichkeit ?u?ert. Bei der medikament?sen Therapie kommen deshalb vor allem Schmerzmittel, aber auch Basismedikamente zur Eind?mmung der Entz?ndungen zum Einsatz. Zu den neuesten Forschungszweigen geh?ren Studien zur Wirksamkeit von Cannabidiol gegen rheumatische Arthritis. Hier konnte das Unternehmen InnoCan (ISIN: CA45783P1027) j?ngst eine bahnbrechende vorklinische Entwicklung erzielen.
Rheumatoide Arthritis – Ursachen und Therapiem?glichkeiten
Rund 0,8 Prozent der deutschen Bev?lkerung – ungef?hr 550.000 Menschen, drei Viertel davon Frauen – sind von rheumatioider Arthritis betroffen, und j?hrlich kommen rund 20 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern dazu. Bei den meisten Menschen tritt die Erkrankung in einem Alter zwischen 50 bis 70 Jahren auf, wobei es auch j?ngere Betroffene – selten auch bereits im Kindesalter – gibt. Zwar ist nicht genau gekl?rt, welche Ursachen die Erkrankung hat, jedoch erh?hen Faktoren wie das Rauchen das Risiko, daran zu erkranken. Wird die rheumatimide Arthritis innerhalb von drei Monaten erkannt, lassen sich dauerhafte Sch?den und Folgekrankheiten oft verhindern. Symptome sind zum Beispiel Gelenkschwellungen in mehr als zwei Gelenken, die ?ber mehrere Wochen anhalten. Erkannt werden kann die Erkrankung durch bestimmte Rheumafaktoren und Entz?ndungsmarker im Blut. Die Entwicklungen in der medikament?sen Therapie der vergangenen Jahre haben enorme Fortschritte gemacht.
Neben Schmerzmedikamenten und Kortison-Pr?paraten stellen vor allem sogenannte Basismedikamente zur Beruhigung des Immunsystems den Hauptbestandteil der medikament?sen Therapien gegen rheumatimide Arthritis dar. Hier kommt vor allem Methotrexat (MTX) zum Einsatz. Medikamente mit diesem Wirkstoff werden zum Beispiel von Pfizer (ISIN: US7170811035), Novartis (unter den Markennamen Hexal und Sandoz, ISIN: CH0012005267) und Teva (unter dem Markennamen ratiopharm, ISIN: US8816242098) vertrieben. Dar?ber hinaus geh?ren auch Leflunomid (zum Beispiel unter dem Handelsnamen Arava von Sanofi-Aventis, ISIN: FR0000120578), Sulfasalazin (z.B. von Pfizer oder Teva) und Hydroxychloroquin (z.B. von Novartis ISIN: CH0012005267) zu den angewandten Basismedikamenten.
Biologika als Basismedikamente
In den vergangenen Jahren kommen dar?ber hinaus – oft auch in Kombination mit anderen Basismedikamenten – Biologika zum Einsatz: biotechnologisch hergestellte Eiwei?substanzen, die sich gegen Immunzellen oder bestimmte entz?ndungsf?rdernde Botenstoffe des K?rpers richten k?nnen, um das Voranschreiten der Krankheit aufzuhalten. Diese werden in der Regel direkt ins Blut injiziert, da sie ?ber den Magen verdaut w?rden. Zu bekannten Biologika geh?ren zum Beispiel die Wirkstoffe Adalimumab (z.B. von AbbVie Inc., ISIN: US00287Y1091) oder Rituximab (z.B. von Roche, ISIN: CH0012032048). Eine noch neue Gruppe von Biologika sind Janus-Kinase-Hemmer wie Tofacitinib (unter dem Handelsnamen Xeljanz von Pfizer) oder Baricitinib (unter dem Handelsnamen Olumiant von Eli Lilly, ISIN: US5324571083).
Viele der Medikamente gegen rheumatoide Arthritis haben jedoch Nebenwirkungen, die zum Beispiel den Magen-Darm-Trakt betreffen k?nnen oder aber auch das Herz-Kreislauf-System. Je nach Vertr?glichkeit k?nnen deshalb f?r Betroffene unterschiedliche Wirkstoffe infrage kommen, um den Beschwerden abzuhelfen.
Wirkung von Cannabinoiden gegen rheumatoide Arthritis
Eine weitere, noch junge Therapiem?glichkeit bei rheumatoider Arthritis, die derzeit intensiv erforscht wird, ist der Einsatz von Cannabinoiden. Dabei versprechen sich Forscher zum einen viel von ihrer schmerzlindernden Wirkung, die der Therapie zugutekommen k?nnte, zum anderen aber auch von der entz?ndungshemmenden Wirkung von Cannabinoiden, die sich positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirken k?nnte. Bisher ist hier die Forschung noch im Anfangsstadium, doch lassen erste positive Erkenntnisse hoffen, dass sich hier ein gr??eres Potential entfaltet.
Eine Rolle f?r die Wirksamkeit kann auch die Darreichungsform des Wirkstoffs spielen. Hierbei macht vor allem die neue, sogenannte LPT-Technologie von sich reden, wie sie vom Biotech-Unternehmen InnoCan entwickelt wurde: Eingebettet in die sch?tzende H?lle eines Liposoms k?nnen Wirkstoffe wie Cannabidiol (CBD) durch den Blutkreislauf transportiert werden und zielgerichtet zum Einsatz kommen. Ein gro?er Vorteil dieser innovativen Technologie ist, dass sich durch den gezielten Einsatz die Wirkung verbessert und dass gleichzeitig die Dosierung des Wirkstoffs verringert werden kann, was auch das Risiko von Nebenwirkungen reduziert. Ein bahnbrechender Erfolgsschritt f?r InnoCans LPT-Technologie bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis erreichte das Unternehmen bei seiner j?ngsten Fallstudie an einem Hund: Es wurde berichtet, dass die Behandlung zu einer Verringerung der Schmerzen und einer Verbesserung der Mobilit?t f?hrte. In den n?chsten Schritten sollen diese Erkenntnisse in Folgestudien vertieft werden – vor allem in Hinsicht auf Behandlungsm?glichkeiten in der Humanmedizin. Sollte sich die Wirksamkeit der Therapie auf Menschen ?bertragen lassen, w?re dies ein wichtiger Schritt f?r die Erschlie?ung eines gro?en, weltweiten Marktpotentials f?r das Unternehmen.
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Quellen & weitere Informationen
https://www.ariva.de/news/innocan-pharma-durchbruch-fr-die-lpd-technologie-10039980
https://bullvestorbb.com/innocan-pharma-durchbruch-fuer-die-lpd-technologie/
https://www.rheumaliga.ch/rheuma-von-a-z/arthritis
https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis
https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html
https://www.gesundheitsinformation.de/rheumatoide-arthritis.html
https://www.constares.de/brancheninfos/rheuma-medikamente-hersteller-liste.html
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/methotrexat-drei-hersteller-stellen-97-prozent-her-marktverengung/
https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Methotrexat_1187
https://www.aerzteblatt.de/archiv/28040/Leflunomid-zur-Behandlung-der-Rheumatoiden-Arthritis
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RI/2020/RI-hydroxychloroquin3.html
https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/biologika
https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-zur-vorbeugung-von-gelenkschaeden.html
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/g-l/januskinase.html
https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/cbd-rheuma
https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/herz-kreislauf-erkrankungen-hoeheres-risiko-bei-rheuma-betroffenen
https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/hilft-cannabis-gegen-rheuma-schmerzen
https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/hilft-cannabis-gegen-rheumaschmerzen.html
https://innocanpharma.com/cbd-for-arthritis-the-latest-research/
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