Im westpf?lzischen Pirmasens zuhause und in sieben L?ndern auf drei Kontinenten mit ihren acht Tochterunternehmen vertreten: „Wir sind dort, wo unsere Kunden sind“, beschreibt Jennifer Ring die aufgegangene Strategie weltweiter Pr?senz der Ring Group. Im letzten Jahr hat sie bei dem Spezialisten f?r Maschinenbau und Lohnperforation plangem?? den Schritt in die Gesch?ftsf?hrung vollzogen. Dort steht die 32-J?hrige seither in nunmehr vierter Familiengeneration gemeinsam mit ihrem Vater Andreas Ring und ihrem Onkel Matthias Ring in der Verantwortung. Auf das gleiche Jahr datiert das 100-j?hrige Firmenjubil?um (1921-2021), dessen Feierlichkeiten den Restriktionen der Pandemie geschuldet erst einige Monate sp?ter im Sommer 2022 stattfinden sollen.
Wie bei zahlreichen anderen Unternehmen in der Region auch liegen die Wurzeln des Traditionsbetriebs in der produzierenden Schuhindustrie. Die Inhaber erkannten Mitte der Achtzigerjahre rechtzeitig die sich abzeichnende Verlagerung der lohnintensiven Fertigung von der einstigen Schuhmetropole Pirmasens in Niedriglohnl?nder und setzten auf Diversifikation. Heute handelt es sich bei den meist langj?hrigen Kunden zu gut 70 Prozent um Automobilzulieferer, au?erdem Gerbereien, Textilfabriken, Papierhersteller und nach wie vor auch Schuhproduzenten. Mit ihren weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon alleine 250 am deutschen Sitz in Pirmasens und einer kleineren Filiale im badischen B?hl besch?ftigt, erwirtschaftet die Ring Group j?hrliche Ums?tze im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Kundenorientiert aus einer Hand liefern
Hundert Jahre best?ndig am Markt, dabei als unabh?ngiges Familienunternehmen auf solidem Fundament stehend und auf gesundes Wachstum ausgerichtet: Zu den Erfolgsfaktoren geh?rt, sich stets an den Belangen der Kunden zu orientieren. Das gilt gerade f?r den Maschinenbau, wo die Perforier-, Stanz-, Pr?ge-, Gerberei- und Schuhmaschinen von der Ring Group nicht nur geplant, entwickelt, konstruiert und ausgeliefert werden. Zum Angebot aus einer Hand geh?ren n?mlich unter anderem auch das Liefern von Werkzeugen sowie Service, Wartung und Schulungen weltweit. Vergleichsweise ganzheitlich ist die Lohnperforation aufgestellt, etwa f?r Ledersitze, Lenkr?der, Armaturenbretter oder Dachhimmel. Von Beratung und Designentwicklung ?ber Bemusterung bis hin zur Auslieferung in verschiedensten Losgr??en reicht dort das Dienstleistungspaket. „Zu guter Letzt entscheidet aber immer die Qualit?t“, betont Jennifer Ring und bezeichnet „Made in Germany“ als noch immer weltweit anerkanntes G?tesiegel, das gerade im Maschinenbau f?r h?chste Qualit?t und Pr?zision steht: „Wie hochwertig und langlebig unsere Maschinen sind, zeigt sich regelm??ig, wenn wir Systeme, die zuvor sehr lange bei unseren Kunden im Einsatz waren, f?r Aufbereitung und Weiterverkauf zur?cknehmen.“
Verwurzelt in der Region und ihren Menschen verbunden
Gerade im Kontext von „Made in Germany“ sieht sie den Pirmasenser Standort als gesetzt; davon zeugt auch eine aktuelle Investition, die derzeit am Hauptsitz entstehende neue gro?e Produktionshalle. Nicht zuletzt ginge es aber auch um die enge Verbundenheit zur Region mit ihren Menschen und die Fortsetzung einer Pirmasenser Familientradition, die mit Unternehmensgr?nder Franz Hatzenb?hler ihren Ursprung nahm, sich ?ber 100 Jahre fortsetzte und auch k?nftig Bestand haben soll.
Mit Blick auf die Mitarbeitergewinnung bewertet die f?rs Kaufm?nnische verantwortliche Gesch?ftsf?hrerin die Lokation in der Westpfalz weder vor- noch nachteilig. Pluspunkte sieht sie jedoch darin, einerseits vergleichsweise schnell das f?r sie wichtige Drehkreuz internationaler Fl?ge in Frankfurt am Main zu erreichen, aber andererseits tagt?glich ?ber kurze und staufreie Verkehrswege von A nach B zu kommen. So w?ren zum Beispiel Kaiserslautern, Saarbr?cken und auch das Rhein-Main-Gebiet komfortabel anzusteuern – allenfalls die Anbindung nach Osten ?ber die noch nicht vollst?ndig ausgebaute B 10 zu den Wirtschaftsr?umen von Rhein und Neckar lie?e noch zu w?nschen ?brig.
„Nicht st?ndig genervt im Stau zu stehen und dadurch wertvolle Zeit zu sparen, geh?rt genauso zu der Lebensqualit?t wie dort zu leben, wo andere aus Ballungszentren hinfahren, um ihren Urlaub zu verbringen“, pointiert Jennifer Ring. Damit spielt sie auf den direkt angrenzenden Naturpark Pf?lzerwald an mit naturnahen Freizeitm?glichkeiten wie Wandern, Fahrrad- und Mountainbike-Fahren und vielem anderen mehr. „Au?erdem sind die Lebensunterhaltungskosten in der Region ?u?erst g?nstig.“ Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung geh?rt zu den betonten Vorz?gen wie auch die Beziehung zur Stadtf?hrung, die „zur Stelle ist, wann immer sie gebraucht wird“. Lediglich so manche b?rokratische H?rde bei Neubauprojekten sieht Jennifer Ring kritisch – wohlwissend, dass die Gestaltungsspielr?ume der Verwaltung von der Gesetzeslage her begrenzt sind. Den Fortbestand des Familienunternehmens auch in die f?nfte Generation zu tragen, lautet ihre Zielsetzung. Unterst?tzung k?nnte sie auf dem Weg dorthin fr?her oder sp?ter auch noch von ihrer j?ngeren Schwester und den drei ebenfalls j?ngeren Cousinen und Cousins bekommen.
„Die Ring Group geh?rt zu den deutschen Vorzeigeunternehmen, die famili?re Strukturen und generationen?bergreifende Tradition mit der Leistungsf?higkeit und Reichweite eines modernen Global Player in Einklang bringen“, erkl?rt Markus Zwick, Oberb?rgermeister der Stadt Pirmasens. „Als Stadtgemeinschaft ist es f?r uns von unsch?tzbarem Wert, solche Keimzellen wirtschaftlicher Prosperit?t in unserer Mitte zu wissen. Ich denke dabei an die Vielzahl qualifizierter Arbeits-, aber gerade auch der angebotenen Lehrpl?tze mit sechs Ausbildungsprofilen f?r technische und kaufm?nnische Bereiche. Ganz abgesehen davon tr?gt die Ring Group ?ber ihre weitreichende Vernetzung den Namen und Ruf unserer Stadt in die ganze Welt.“
Keywords:Automotive, Maschinenbau, Lohnperforation, Pirmasens
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