Indien: tausendjährige Schmuckkultur – wertvolle Geschmeide

Indien, eine Welt f?r Entdeckungen: Gew?rze, Fortschritt und Exotik – Schmuck, Edelsteine und sch?ne Gew?nder – Glamour mit exotischem Touch finden in Indien gro?en Anklang.

Indien ist ein bemerkenswerter Ort ganz f?r sich. Die Kontraste sind dramatisch: von Glamour bis zur bittersten Armut. Indien-Kenner berichten von Schmutz, Gestank, Bettelei, Durchfall, Hitze, Smog, Verkehrschaos, L?rm und Gewalt, aber ?berw?ltigend ist die fantastische Seite des Landes: der Glamour wie aus 1001 Nacht, die edlen Stoffe, die tausendj?hrige Schmuck-Kultur mit au?ergew?hnlichen Edelsteinen, die exotischen Gew?rze, der technologische Fortschritt und die farbenfrohe Kultur. Indien l?dt zum Entdecken ein, ein riesiges Land mit gro?en Unterschieden in Bezug auf Br?uche und Traditionen. Schmuck- und Edelstein-Liebhaber kommen nicht an dem Land der wundersch?nen Edelsteine vorbei.

Indien verbindet Mythen und Sch?nheit

„Sogar Gew?rze gelten in medizinischer Hinsicht als Juwelen, denn die indische K?che hat den Ruf, zu den gr??ten Apotheken der Welt zu z?hlen. Die Maharadschas, die das Land ?ber mehr als tausend Jahre gepr?gt haben, wussten Juwelen und Edelsteine sehr zu sch?tzen“, so der Wiener Gemmologe und Edelsteinexperte Dr. Thomas Schr?ck. „Von der Liebe zu den Edelsteinen ist ?berliefert, dass die Edelsteine deswegen so selten werden, weil sie von den Menschen heute zu schnell abgebaut werden, sodass sie nicht genug Zeit bekommen, in der Erde nachzuwachsen. Dieser Mythos wird gerne bis heute in Indien weitergegeben“, f?gt Dr. Thomas Schr?ck, der seit ?ber 30 Jahren im Edelsteinhandel beheimatet ist, hinzu. Auf zahlreichen Reisen ist seine Liebe zu Indien und Sri Lanka gewachsen, und auf Basaren von Surat, der indischen Welthauptstadt des Edelsteinhandels, lernt er von den Experten. „In Indien h?uften die Maharajas der jeweiligen Gebiete riesige Sammlungen von Rubinen an. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann franz?sische Juweliere aufgefordert, nach Indien zu kommen und Teile der Sammlungen zu verarbeiten. Er f?gt hinzu, dass dieses Land immer wieder mit verschiedenen Attraktionen neu fasziniert: Angefangen von den kleinen Marktst?nden in Jodhpur, die bunte Armreifen anbieten, bis hin zur „rosa Stadt“ Jaipur und wundersch?nen Br?uchen wie Navaratna – die „neun Juwelen“, die laut der indischen Astrologie die Planeten darstellen. Die Geschichte Indiens und ihre Mythen sind unglaublich, vor allem, wenn es um die Faszination der Edelsteine geht.

Urspr?nglich geh?rten zu den begehrtesten Steinen in Indien Perlen, Diamanten und vor allem Rubine. „Um die Rubine ranken sich alte Glaubenss?tze in Indien. Wer zum Beispiel dem Gott Krishna einen guten Rubin opferte, wird als Herrscher wiedergeboren. Es wird angenommen, dass es vor Jahrhunderten in Indien einen D?mon namens Vala gab. Vala wurde schlie?lich von den G?ttern wegen schlechten Verhaltens hingerichtet, was dazu f?hrte, dass sein Blut, seine Z?hne und seine Knochen sich zu Rubinen, Perlen und Diamanten wandelten.“ Dr. Schr?ck gibt zu bedenken, dass der Besitz eines so weitreichenden Ursprungs den Wert des Steins als noch wertvoller in jenen Zeiten erscheinen lie?. Im Laufe der Zeit haben moderne Trends in Indien die Welt der Edelsteine massiv beeinflusst und einen Anstieg der Verk?ufe der neueren, modischen Edelsteine auf dem Markt verursacht.

Facetten des traditionellen indischen Schmuckstils

In den Arten der Herstellung finden sich weitere immense Facetten f?r traditionelle indische Stile, die viele der fesselnden Steine einbeziehen, das ist der Schmuck, der im ganzen Land getragen wird. Eine indische Schmucktechnik im Besonderen ist als „Kundan“ bekannt, wertvoll und luxuri?s aufgrund ihrer stufenartigen Struktur. „Die Stadt Jaipur bildet das Zentrum f?r Kundan-Schmuck in Indien. Die Besonderheit liegt in der Verarbeitung. Traditionell geht der Kundan-Schmuck bis ins 3. Jahrhundert vor Christus zur?ck. Bei diesem Verfahren wurden L?cher in das Edelmetall geschnitzt und mit den Edelsteinen best?ckt. Damit liegen die Edelsteine in einer Art Goldfolienfalte und schm?cken den Tr?ger beispielsweise mit opulenten Diamanten, Smaragden, Rubinen und Jade. Das Kundan-Design wurde meist unter den K?nigen in Orten wie Rajasthan getragen und erlebt heute eine Renaissance“, erkl?rt Dr. Thomas Schr?ck.

Wissenswert ist, dass Indien auf Platz zwei steht f?r den zweitgr??ten Goldverbrauch der Welt und auf Platz eins als Exporteur von Edelsteinen. Zur Tradition Indiens z?hlt der Goldschmuck als wichtiger Bestandteil der Mitgift. Dies wurde 1961 offiziell verboten, denn leider landete die Mitgift oftmals nicht in der Verf?gungsgewalt der Frauen, sondern beim Ehemann und den Schwiegereltern; aber trotz des Verbotes z?hlt die Mitgift oftmals noch zur Tradition in Indien.

V.i.S.d.P.:

Amelie Hauger
Studentin & Bloggerin

?ber die Autorin:
Amelie Hauger ist eine Maschinenbauingenieurin aus S?ddeutschland, die seit ihrer Kindheit von einer st?ndig wachsenden Begeisterung f?r Technik begleitet wird. Die Verkn?pfung zwischen Theorie und Praxis im dualen Studium bereitete sie auf den Start in ihre berufliche Karriere vor. Ihr besonderes Interesse liegt in Zukunftstechnologien, alternativer Mobilit?t und im globalen Wandel.

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