Mahn mal…!

Gerichtliches Mahnverfahren, Vorgehen

Wenn Rechnungen nicht bezahlt werden, kann dies f?r ein Unternehmen im schlimmsten Fall existenzbedrohend werden. Als ein legales Mittel, Forderungen Geltung zu verschaffen, steht das gerichtliche Mahnverfahren als Instrument zu Verf?gung. Wie dabei vorzugehen ist, wird deshalb auch zuweilen in der Pr?fung abgefragt. Deutschlands Schnell-Lernexperte Dr. Marius Ebert zeigt das korrekte Vorgehen beim gerichtlichen Mahnverfahren auf und r?umt dabei gleichzeitig mit einigen diesbez?glichen Volksirrt?mern auf.

Ein typischer Fall: Ein Kunde bestellt eine Ware oder Dienstleistung auf Rechnung. Er erh?lt die Leistung und die dazugeh?rige Rechnung. Er bezahlt seine Rechnung jedoch nicht.

Die landl?ufige Auffassung, dass bei einer unbezahlten Rechnung zun?chst eine Mahnung, dann eine zweite und noch eine dritte mit jeweils sch?rferen Formulierungen erfolgen muss, bevor dann rechtliche Schritte eingeleitet werden, ist schlichtweg falsch. Einer der Gr?nde f?r diese falsche Annahme liegt in der Unsch?rfe der Begriffe, die hier verwendet werden. Ein weiterer Grund liegt in der volkst?mlichen Vorstellung des Gewohnheitsrechts.

Genauer gesagt sind hier zwei Mahnverfahren zu unterscheiden: das private und das gerichtliche.

-Das private oder au?ergerichtliche Mahnverfahren besteht in der h?flichen Erinnerung an eine vers?umte Zahlung. Denn dass eine Zahlung in der Hektik des Alltags einmal untergeht, kann immer wieder und jedem einmal passieren.
-Das gerichtliche Mahnverfahren dagegen bedeutet die juristische “Keule”. Zahlungsaufforderungen durch Anw?lte und Inkassounternehmen fallen dagegen wie die Mahnungen durch das Unternehmen selbst unter die au?ergerichtlichen Mahnverfahren.

Keine Verpflichtung zum privaten Mahnverfahren

Im Hinblick auf diese beiden Verfahren halten sich allerdings zwei Volksweisheiten hartn?ckig, n?mlich dass derjenige, der das Geld zu bekommen hat, zun?chst dreimal mahnen muss, bevor er den Rechtsweg beschreitet. Falsch ist dies insofern, als der Debitor nicht dreimal mahnen muss. Er kann auch nur einmal oder nur zweimal an seine Forderungen erinnern, oder auch viermal. Aber auch das muss er nicht, und dies ist die zweite Fehlannahme. Der Debitor kann auch direkt und ohne vorherige Mahnung ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Dass zun?chst dreimal gemahnt wird, ist lediglich ein Usus, der aber keinen Anspruch auf Rechtverbindlichkeit darstellt und somit auch keine Ausrede f?r Zahlungsverz?gerungen.

Das gerichtliche Mahnverfahren bedeutet, dass ein Mahnbescheid beantragt wird. Wichtig ist, dass dies beim jeweils f?r das Bundesland zust?ndige Mahngericht erfolgt. Eine Besonderheit gilt f?r Nordrhein-Westfalen: Dort gibt es zwei zust?ndige Mahngerichte. Der Verk?ufer muss bei dem entsprechenden Mahngericht gegen den K?ufer einen Mahnbescheid beantragen. Dies kann heutzutage sogar bequem online erfolgen ?ber das sogenannte automatisierte gerichtliche Mahnverfahren oder den Online-Mahnantrag.

Nach dem Mahnbescheid hat der K?ufer, also der Schuldner drei M?glichkeiten: Er macht unternimmt nichts, er zahlt, oder gibt den Mahnbescheid in Widerspruch. Bleibt der K?ufer innerhalb einer Zweiwochenfrist weiterhin unt?tig oder zahlt er nur einen Teilbetrag, kann der Verk?ufer im n?chsten Schritt einen Vollstreckungsbescheid beantragen.

Das komplette, kostenlose Video “Gerichtliches Mahnverfahren, Vorgehen” finden interessierte Leser auf der Video-Plattform YouTube. Weitere Hinweise zu diesem und vielen weiteren betriebswirtschaftlichen Themen finden sich ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens (http://mariusebertsblog.com/).

Keywords:gerichtliches Mahnverfahren, Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Schulung, Video, Dr. Marius Ebert,

adresse

Powered by WPeMatico