Ungenutztes Potenzial: Bildungsurlaub für Arbeitnehmende

Weiterbildung ohne Urlaubsverlust

Eschborn, August 2025 – Nur 3,5 Prozent der Besch?ftigten in Deutschland nutzen ihr Recht auf Bildungsurlaub, obwohl 59 Prozent der Arbeitgeber diese M?glichkeit anbieten, zeigt die Randstad-ifo-HR-Befragung (1. Quartal 2023). Dabei bietet Bildungsurlaub Arbeitnehmer:innen die Gelegenheit, wertvolle Kompetenzen zu erwerben, ohne daf?r regul?re Urlaubstage zu verbrauchen.

Rechtlicher Anspruch: F?nf Tage Weiterbildung bei vollem Gehalt

In 14 von 16 Bundesl?ndern haben Besch?ftigte Anspruch auf f?nf bezahlte Weiterbildungstage pro Jahr. Lediglich Bayern und Sachsen bilden aktuell Ausnahmen. Die durchschnittliche Dauer eines Bildungsurlaubskurses betr?gt f?nf Tage, optimal geeignet f?r kompakte Weiterbildungsma?nahmen. Dennoch scheuen viele Arbeitnehmer:innen bisher, diesen Vorteil zu nutzen – oft aufgrund mangelnder Informationen oder Unsicherheiten beim Antrag.

„Mit Bildungsurlaub nehmen Besch?ftigte ihre Karriereentwicklung selbst in die Hand. Sie st?rken gezielt ihr fachliches Know-how, verbessern langfristig ihre Arbeitsmarktchancen und gewinnen an Selbstbewusstsein – das macht ihn zu einem echten Karrierebooster“, betont Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland. Arbeitgeber d?rfen Bildungsurlaub nicht pauschal ablehnen, allerdings haben sie maximal vier Wochen Zeit, um dringende betriebliche Gr?nde oder Unvereinbarkeit mit der Urlaubsplanung anderer Mitarbeitender geltend zu machen.

Gefragte Skills 2025 – Digitalkompetenz und Nachhaltigkeit

Zwar tragen Besch?ftigte die Kurskosten selbst, doch w?hrend des Bildungsurlaubs erhalten sie weiterhin ihr volles Gehalt – ein entscheidender finanzieller Vorteil. Besonders zukunftsrelevant sind Qualifikationen in digitalen Technologien und Nachhaltigkeitsthemen, wie sie auch Randstad z.B. ?ber die Online-Weiterbildungsakademie Viona anbietet. „Kurse zu KI, Cyber-Security oder Green Skills beispielsweise helfen Besch?ftigten dabei, ihre Kompetenzen gezielt auszubauen und auch ihre Arbeitgeber langfristig wettbewerbsf?hig zu halten“, erkl?rt Verena Menne.

Der Bildungsurlaub kann – muss aber nicht – berufsgebunden sein. Auch ein Yoga-Retreat oder eine Studien- oder Sprachreise k?nnen grunds?tzlich als Bildungsurlaub geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass er der politischen, beruflichen oder kulturellen Bildung dient.

Achtung: Da Bildungsurlaub L?ndersache ist, sind diese Voraussetzungen nicht ?berall gleich geregelt. Wichtig ist es, sich als Arbeitnehmende:r fr?hzeitig ?ber die jeweiligen M?glichkeiten in seinem Bundesland zu informieren.

So geht’s: Praktische Tipps f?r den Bildungsurlaub

– Passenden Kurs finden: Offiziell anerkannte Bildungsangebote sind ?ber diverse Onlineplattformen zu finden. Dabei sollten Besch?ftigte auch die Anerkennung und Qualit?t der Kurse pr?fen. Denn: Die Anerkennungen sind in den Bundesl?ndern unterschiedlich geregelt, Interessierte sollten sich deshalb vorher informieren, ob ihr gew?nschtes Angebot in ihrem Bundesland anerkannt ist.

– Antrag stellen: Vier bis neun Wochen vor Kursbeginn schriftlich beim Arbeitgeber beantragen.

– Steuerliche Vorteile nutzen: Kursgeb?hren und Fahrtkosten lassen sich steuerlich absetzen – wichtig, um die finanzielle Belastung der Fortbildung zu reduzieren.

– Mikro-Kurse bevorzugen: Kompakte digitale Formate zu Zukunftskompetenzen wie KI und Cyber-Security erm?glichen flexibles und gezieltes Lernen.

– Lernpartnerschaften bilden: Gemeinsames Lernen motiviert, erleichtert die Umsetzung neuer Kompetenzen im Arbeitsalltag und steigert nachhaltig den Lernerfolg.

?ber die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q1 2023 (jetzt: Randstad-ifo-HR-Befragung), die quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgef?hrt wird. Die Studie befragt bis zu 800 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Gr??e und Branchen. Die Sonderfragen im ersten Quartal 2023 boten einen Einblick in das Urlaubsangebot in Unternehmen.

Keywords:Weiterbildung, Arbeitgeber, Qualifizierung, Wirtschaft

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