Mainz, 16.06.2026 ? Die Arbeitswelt hat sich nachhaltig ver?ndert. Seit der Pandemie suchen Unternehmen nach L?sungen, um Mitarbeitende zur?ck in die B?ros zu holen und langfristig an sich zu binden. Doch die reine R?ckkehrpflicht greift zu kurz. Der Mainzer Experte f?r Arbeitswelten, B?ro Jung beleuchtet ein Konzept, das die Rettung f?r die kriselnde B?rokultur sein k?nnte: Die Integration von sogenannten ?Third Places? direkt im Unternehmen.
Die Verschmelzung von zuhause und Arbeitsplatz
Klassisch versteht man in der Soziologie unter dem ?First Place? das Zuhause und unter dem ?Second Place? die Arbeit. Ein ?Third Place? (dritter Ort) ? wie Caf?s, Parks oder Bibliotheken ? diente bisher als neutraler Ausgleich f?r Gemeinschaft und soziale Kontakte.
Durch den massiven Einzug des Homeoffice sind die Grenzen zwischen dem ersten und zweiten Ort verschwommen. Was f?r viele Flexibilit?t bedeutete, wurde besonders f?r Jugendliche und Berufseinsteiger zur Belastung: Es fehlte an strukturierter F?hrung, informellem Austausch (?Flurfunk?) und sozialer Orientierung. Sie f?hlten sich im isolierten Homeoffice oft allein gelassen.
Corona als Brandbeschleuniger einer neuen Realit?t
Betrachtet man die gesamte Situation mit einem neutralen Blick, so war die Pandemie im Grunde lediglich der Brandbeschleuniger, der unsere t?gliche Arbeit ins Wanken gebracht hat. Urpl?tzlich schien die gewohnte Arbeitswelt stillzustehen. Arbeit und Leben mussten von heute auf morgen v?llig neu definiert und auch neu gedacht werden. Im Lockdown versuchten die Menschen, den First Place und den Second Place krampfhaft unter einen Hut zu bekommen, w?hrend die Grenzen zwischen Arbeit, Haushalt und Kinderversorgung komplett verwischten. Es entstand eine tiefe Sehnsucht nach einem Ort der Geborgenheit, der Ruhe und der Konzentration ? ein Verlangen, das die klassischen B?ros in ihrer alten Form nicht mehr erf?llen konnten.
Der ?Third Place? als Magnet im eigenen Unternehmen
Genau hier m?ssen Unternehmen ansetzen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Die Zukunft der B?rogestaltung liegt darin, diese ?Third Places? fest in die eigene Unternehmenskultur zu integrieren und damit den verwaisten B?rogeb?uden wieder echtes Leben einzuhauchen.
?Ein moderner dritter Ort im B?ro ist weit mehr als nur eine Kaffeek?che. Es sind R?ume der Begegnung, der Inspiration und der Entspannung?, so die Experten von B?ro Jung. ?Hier entstehen spontane Ideen, hier wird Gemeinschaft gelebt und hier finden auch junge Talente die Struktur und die Wertsch?tzung, die sie f?r ihre Entwicklung brauchen.?
Wie sollten diese Orte genau aussehen?
Damit ein dritter Ort im Unternehmen funktioniert m?ssen die R?ume f?r jeden Mitarbeitenden leicht und barrierefrei zug?nglich sein. „Wir nennen dieses Konzept eines Work Caf?s?auch Clubrestaurant ? ein Ort, der die Identit?t eines Unternehmens eins zu eins widerspiegelt. Mit solchen Konzepten l?sst sich eine echte Geschichte erz?hlen und gezielt Anregungen schaffen, um ein Unternehmen strategisch weiterzuentwickeln, so Gesch?ftsf?hrerin Sandra Jung.“
Das B?ro der Zukunft kann aus diesem zentralen Raum weiterentwickelt werden. Lichtgestaltung, Akustik, jede Menge ?sthetik und harmonische Materialien m?ssen in die Konzipierung der neuen B?rowelten mit einflie?en Ziel ist es, eine lockere und entspannte Umgebung zu schaffen, die sich bewusst vom klassischen Schreibtisch-Layout abhebt und die Gegenwart sowie die Zukunft in Einklang bringt.
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