Die geopolitische Lage im Nahen Osten treibt aktuell die Energiepreise in die H?he – und steigert damit auch den Kostendruck auf Unternehmen. Dabei bleibt ein zentraler Hebel f?r mehr Effizienz oft ungenutzt: die tats?chliche Nutzung von B?rofl?chen. Die Workplace-Experience-Plattform deskbird liefert mit dem Desk Sharing Index 2026 nun konkrete Einblicke in deutsche B?ros und zeigt Optimierungspotenziale.
Daf?r hat deskbird im Zeitraum von Oktober 2025 bis M?rz 2026 Buchungsdaten von rund 30.000 Nutzer:innen in hybriden Unternehmen in den acht gr??ten deutschen St?dten sowie von mehr als 12.000 User:innen in Z?rich, Wien und Paris analysiert.
// Die B?roanwesenheit b?ndelt sich stark auf Dienstag und Mittwoch mit zusammen 47,7 % aller Buchungen, w?hrend Freitag mit 11,3 % an Relevanz verliert.
// Deutschland bleibt mit durchschnittlich 1,31 B?rotagen pro Woche klar hinter Z?rich, Wien und Paris zur?ck.
// Nur ein Drittel der Schreibtische ausgelastet: Schreibtischauslastung bleibt mit rund 31 % auf niedrigem Niveau. Gro?e und mittlere Unternehmen liegen leicht vor kleinen, insgesamt zeigt sich aber ?ber alle Unternehmensgr??en hinweg eine deutliche Unterauslastung.
// Jeder zweite Parkplatz besetzt: Parkplatzauslastung liegt mit rund 51 % h?her, bleibt aber ebenfalls unter dem Potenzial. Unterschiede nach Unternehmensgr??e sind gering, die Nutzung ist ?ber die Woche stabil mit klarem R?ckgang am Freitag.
Das Hybridb?ro schrumpft auf zwei Tage
Die B?roanwesenheit konzentriert sich wie im Vorjahr stark auf die Wochenmitte. Dienstag (24,3 %) und Mittwoch (23,4 %) vereinen zusammen 47,7 % aller Office-Schedulings auf sich und bleiben damit die klar dominierenden B?rotage. Donnerstag, oft als neuer Hybrid-Peak diskutiert, folgt mit 21,8%. Der Freitag verliert weiter an Bedeutung und kommt nur noch auf 11,3 % aller Buchungen. In Frankfurt am Main entfallen sogar nur 9,4 % der Schedulings auf diesen Tag, in Leipzig immerhin 15,4 %. „Die Daten zeigen deutlich, dass sich feste Routinen in der B?roanwesenheit herausbilden. Dienstag und Mittwoch entwickeln sich f?r viele Teams zu zentralen Pr?senztagen, w?hrend der Freitag zunehmend an Bedeutung verliert. Wer weiterhin f?nf B?rotage plant, arbeitet an der Realit?t vorbei“, erkl?rt Ivan Cossu, CEO und Co-Founder von deskbird. „Die Chance f?rs Facility Management: Fl?chen freitags schlie?en oder umwidmen, um Kosten zu sparen.“
Gro?e Unternehmen kommen auf durchschnittlich 1,41 B?rotage pro Woche, mittelgro?e auf 1,39 und kleine Unternehmen lediglich auf 1,31. Dies zeigt, dass Enterprise-Unternehmen bei der B?ropr?senz strukturierter sind als kleinere Unternehmen. Insgesamt setzt sich der Hybrid-Trend aber deutlich durch.
„DACH-Kluft“: Deutschland nutzt B?ros weniger – und h?lt dennoch daran fest
Im deutschen St?dtevergleich f?hren K?ln mit durchschnittlich 1,41 B?rotagen pro Woche, Stuttgart (1,38) und M?nchen (1,36). Am seltensten kommen Mitarbeitende in Frankfurt am Main (1,25), Leipzig (1,24) und Berlin (1,22) ins Office.
International zeigt sich eine deutliche Kluft: Z?rich (1,58 B?rotage pro Woche) und Wien (1,56) f?hren das Ranking an. Auch Paris liegt mit 1,40 B?rotagen ?ber dem deutschen Durchschnitt von 1,31 Tagen im Office pro Woche. Die St?dte im europ?ischen Ausland sind damit deutlich b?roaffiner als ihre deutschen Nachbarn.
Potenzial zur Verkleinerung: Nur ein Drittel der Schreibtische genutzt
Die Schreibtischauslastung im betrachteten Zeitraum liegt in den deutschen Unternehmen bei durchschnittlich 31 %. Die Wochentage mit der h?chsten Auslastung sind dabei Dienstag und Mittwoch mit je 36 %, gefolgt von Donnerstag mit 34 % und Montag mit 30 %. Der Freitag liegt mit 19 % abgeschlagen auf dem letzten Rang. Damit best?tigen die aktuellen Daten den Trend aus dem Vorjahr. Auch im Monatsvergleich sind die Werte relativ gleichbleibend und schwanken maximal um 5 %: Die geringste Auslastung zeigt sich im Dezember (28 %), die h?chste mit 33 % im November und M?rz. Auch hier sind die Werte vergleichbar mit 2024/25.
Im St?dtevergleich liegt Frankfurt am Main mit 37 % Schreibtischauslastung vorn, gefolgt von Hamburg (34 %) sowie K?ln und M?nchen (je 32 %). Die geringste Auslastung verzeichnen Stuttgart (28 %), D?sseldorf (27 %) und Leipzig (26 %). Frankfurt widersetzt sich zudem dem allgemeinen Trend, nach dem Dienstag und Mittwoch die Tage mit der st?rksten Auslastung sind: Der Top-Tag ist dort mit 42 % der Montag.
Wie im vergangenen Jahr sind die Schreibtische in gro?en Unternehmen mit 32 % am st?rksten ausgelastet. Mittlere und kleine Unternehmen tauschen hingegen ihre R?nge: Mittlere Unternehmen holen auf (31 %) und setzen sich vor die kleineren Unternehmen (29 %).
Im internationalen Vergleich liegen Z?rich, Wien und Paris mit einer durchschnittlichen Schreibtischauslastung von 36 % leicht vorn. Bei der Auslastung an den einzelnen Wochentagen liegt in den drei St?dten Dienstag (43 %) vor Donnerstag (41 %) und Mittwoch (40 %). Auff?llig: In den drei St?dten weisen kleine Unternehmen mit 38 % die h?chste Auslastung auf, w?hrend mittlere Unternehmen mit 32 % zur?ckliegen.
„Unsere Daten zeigen: Deutsche Unternehmen halten an zu vielen Schreibtischen fest. Wenn Arbeitspl?tze im Schnitt nur zu einem Drittel genutzt werden, ist das ein klarer Kostenfaktor. Klassische 1:1-Modelle sind damit ?berholt“, folgert Ivan Cossu. „Moderne Workplace-Strategien arbeiten l?ngst mit flexiblen Desk Ratios. Genau darin liegt ein zentraler Hebel, um Kosten zu senken und B?rofl?chen effizienter zu nutzen.“
„Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden“? Nicht bei deutschen Unternehmen!
Etwas st?rker als die Schreibtische sind die Parkpl?tze der untersuchten Unternehmen ausgelastet: bei den deutschen Unternehmen zu durchschnittlich 51 %. Damit liegen die Unternehmen unter dem Vorjahreswert von 54 %. Parkpl?tze in Z?rich, Wien und Paris sind durchschnittlich sogar zu 67 % ausgelastet. In Deutschland sind die Parkpl?tze freitags am leersten (38 %), an den restlichen Wochentagen liegen die Werte relativ gleichbleibend zwischen 50 % (montags) und 55 % (dienstags und mittwochs). „Auch bei den Parkpl?tzen verschenken Unternehmen gro?e Potenziale“, schlie?t Ivan Cossu. „Nur, wer das Parkverhalten analysiert, kann aber auch in Abstimmung mit den Mitarbeitenden z. B. Parkfl?chen reduzieren und damit Kosten senken. Daten sind damit essenziell, um eigene Kostenfallen zu beheben.“
Datenbasierte Fl?chenstrategie wird zum Wettbewerbsfaktor
Die Daten des Desk Sharing Index 2026 zeigen deutlich, dass sich hybride Arbeit weiter festigt. Die B?roanwesenheit konzentriert sich auf wenige Tage, w?hrend Schreibtische und Parkfl?chen weiterhin nur teilweise ausgelastet sind. Klassische B?rokonzepte mit gleichm??iger Nutzung ?ber die Woche hinweg greifen damit immer weniger. Unternehmen stehen vor der gro?en Herausforderung, ihre Fl?chen konsequent an das tats?chliche Nutzungsverhalten anzupassen.
Effizienzpotenziale liegen dabei weniger im „Ob“ von B?roarbeit, sondern im „Wie“. Wer B?rofl?chen datenbasiert steuert, kann Kosten senken und gleichzeitig attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen. Fl?chen flexibel nutzen, Pr?senztage gezielt steuern und HR, IT sowie Facility Management eng zu verzahnen, werden zu zentralen Hebeln. Gerade in Zeiten steigender Kosten wird eine realit?tsnahe, datengetriebene B?roplanung zum entscheidenden Erfolgsfaktor f?r hybride Unternehmen.
?ber die Erhebung
Im Zeitraum von Oktober 2025 bis M?rz 2026 hat das SaaS-Unternehmen deskbird f?r den Desk Sharing Index 2026 Buchungsdaten hybrid arbeitender Unternehmen in Deutschland sowie zus?tzlich in der Schweiz, ?sterreich und Frankreich aus seiner digitalen Workplace Experience Plattform ausgewertet. Daf?r wurden Daten aus den acht gr??ten deutschen St?dten (Berlin, Hamburg, M?nchen, K?ln, Frankfurt am Main, Stuttgart, D?sseldorf und Leipzig) von 31.458 User:innen der Software f?r die B?roanwesenheit und von 27.729 User:innen f?r Schreibtisch- und Parkplatzbuchungen ausgewertet. Zus?tzlich wurden Daten von 12.564 User:innen in Z?rich, Wien und Paris erhoben.
Dabei wurden in den deutschen St?dten f?r die B?roanwesenheit gesamt 924.160 Schedulings erfasst, in Z?rich, Wien und Paris zusammen 430.810 Schedulings. F?r die Auslastung der Schreibtische und Parkpl?tze wurden in Deutschland insgesamt 794.351 Buchungen analysiert, in Z?rich, Wien und Paris insgesamt 431.428.
Die Daten aus Deutschland stammen aus insgesamt 294 (B?roanwesenheit) bzw. 283 (Schreibtisch- und Parkplatzbuchungen) Unternehmen, darunter 203 kleine Unternehmen (<250 Mitarbeitende), 60 mittelgro?e Unternehmen (251 – 1.499 Mitarbeitende) und 31 gro?e Unternehmen ( 1.500 Mitarbeitende). In Z?rich, Wien und Paris wurden insgesamt 131 Unternehmen betrachtet, davon 70 kleine, 43 mittelgro?e und 18 gro?e.
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