Laichingen, 11. August 2026. Das Vergleichsportal GOLD.DE warnt vor einer neuen, besonders perfiden Betrugsmasche: Kriminelle geben sich als bekannte Insolvenzverwalter aus und bieten in professionell gestalteten E-Mails und Katalogen Goldbarren aus angeblichen Insolvenzverfahren an. Korbinian G. Penzkofer GOLD.DE-Gesch?ftsf?hrer erl?utert: ?Das Gef?hrliche daran: Die genannten Rechtsanw?lte, Kanzleianschriften und Handelsregisterdaten sind echt ? nur das Angebot ist es nicht. Die betroffenen Kanzleien selbst sind Opfer eines t?uschend echten Identit?tsmissbrauchs.?
Vier F?lle, ein Muster
GOLD.DE liegen mehrere entsprechende E-Mails und Kataloge vor. Im Namen der Kanzlei Fl?ther & Wissing wurden drei Goldbarren rund 20 Prozent unter dem reinen Goldwert angeboten, ?ber eine Domain, die der echten t?uschend ?hnelte. Im Namen von Schultze & Braun wurde ein 40-seitiger Katalog mit vier angeblichen Heraeus-Barren verschickt ? Firmenname, Anschrift und Registerdaten stimmten, der Preis lag jedoch knapp 38 Prozent, unter dem Metallwert. Beide Kanzleien warnen inzwischen ?ffentlich vor Angeboten unter ihrem Namen und haben die Beh?rden informiert. In einem dritten, vorsichtiger zu bewertenden Fall mangels Kanzleiwarnung trat ein real existierender Fachanwalt als vermeintlicher Verk?ufer eines Traktors, einer Rolex und eines Elektro-SUV auf ? wieder ?ber eine abweichende Domain.
Ein weiterer mutma?lich gef?lschter Katalog, liegt aktuell im Namen der Kanzlei G?RG und des real existierenden Insolvenzverwalters Prof. Dr. habil. Gerrit H?lzle vor, jedoch ?ber die Fake-Domain goerg-insolvenzrecht.de statt der offiziellen Adresse goerg.de. Darin werden 1,8 Kilogramm Heraeus-Gold f?r 147.240 Euro angeboten ? rund 70.000 Euro beziehungsweise 32 Prozent unter dem Metallwert ?auch hier ohne Angabe von Schuldner, Insolvenzgericht oder Aktenzeichen.
In allen vier F?llen fehlten zentrale Angaben eines echten Verfahrens: ein Aktenzeichen, ein zust?ndiges Gericht und ein Nachweis, dass die Ware zur Insolvenzmasse geh?rt.
Der Preis als Warnsignal
Der Wert von Anlagegold l?sst sich, anders als bei Maschinen, tagesaktuell eindeutig bestimmen. Da Gold zu den liquidesten Anlagewerten weltweit z?hlt, h?tte ein Insolvenzverwalter keinen Grund, einen marktg?ngigen Barren deutlich unter Metallwert zu verkaufen. Ein Abschlag von 20 bis knapp 38 Prozent ist laut GOLD.DE wirtschaftlich kaum plausibel. Auch die Bundesrechtsanwaltskammer warnt ausdr?cklich vor Fake-Kanzleien, die mit vermeintlichen Insolvenzverk?ufen Betroffene zu Zahlungen bewegen.
So k?nnen sich Verbraucher sch?tzen
GOLD.DE r?t, vor jeder Zahlung zu pr?fen: Stimmt die Domain exakt mit der offiziellen Kanzleidomain ?berein? L?sst sich das Verfahren amtlich nachweisen? Ist der genannte Anwalt dort tats?chlich bestellt? Werden Schuldner, Gericht und Aktenzeichen konkret genannt? Kanzleien sollten unabh?ngig recherchiert werden ? nie ?ber Kontaktdaten aus der verd?chtigen Nachricht. Wer bereits gezahlt hat, sollte umgehend die Bank kontaktieren, einen ?berweisungsr?ckruf veranlassen und Strafanzeige erstatten.
Penzkofer warnt vor falscher Gutgl?ubigkeit: ?Ein echter Anwalt macht eine falsche Domain nicht echt. Eine akribische Pr?fung des Verk?ufers gerade bei besonders g?nstigen Angeboten kann Verluste ersparen.?
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