Sorgenfrei studieren

ARAG Experten informieren ?ber Finanzierungsm?glichkeiten des Studiums

Es hat gerade seinen 50sten Geburtstag hinter sich und ist vor allem bei jungen Menschen so begehrt wie nie: das Bundesausbildungsf?rderungsgesetz, kurz BAf?G. Seine Einf?hrung vor einem halben Jahrhundert war ein wesentlicher Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung. Das Prinzip: Wenn das Geld der Eltern f?r ein Studium ihrer Kinder nicht reicht, hilft der Staat. Wer staatliche Unterst?tzung erh?lt und welche Finanzierungsm?glichkeiten es noch gibt, wissen ARAG Experten.

Wer wird gef?rdert?
Pers?nliche Voraussetzungen f?r den Anspruch auf Ausbildungsf?rderung sind grunds?tzlich die deutsche Staatsangeh?rigkeit oder ein im BAf?G aufgef?hrter aufenthaltsrechtlicher Status, die allgemeine Eignung f?r die gew?hlte Ausbildung und das Nicht?berschreiten der Altersgrenze. Studierende an H?heren Fachschulen, Akademien und Hochschulen erhalten die F?rderung grunds?tzlich zur H?lfte als Zuschuss und zur H?lfte als zinsloses Staatsdarlehen. Sch?ler erhalten die F?rderung als Vollzuschuss, m?ssen sie also nicht zur?ckzahlen.

Was wird angerechnet?
Da die Ausbildungsf?rderung eine Bed?rftigkeit voraussetzt, muss der Antragsteller sein Verm?gen offenlegen. Als monatlicher Bedarf sind im BAf?G Pauschalbetr?ge vorgesehen, deren H?he abh?ngig ist von der Art der Ausbildungsst?tte (z. B. Gymnasium, Hochschule) und der Unterbringung (bei den Eltern oder ausw?rts wohnend). Ob Auszubildende BAf?G erhalten, die eine f?rderungsf?hige Ausbildung betreiben und die pers?nlichen F?rderungsvoraussetzungen erf?llen, h?ngt nach Auskunft der ARAG Experten davon ab, ob ihre finanziellen Mittel und die ihrer etwaigen Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner und ihrer Eltern reichen, um ihren Finanzbedarf w?hrend der Ausbildung zu decken. Nur bei bestimmten Voraussetzungen bleibt das Einkommen der Eltern au?er Betracht. Eigenes Einkommen und Verm?gen der Auszubildenden selbst und das Einkommen ihrer nicht dauernd von ihnen getrenntlebenden Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner wird hingegen immer angerechnet. Dabei gibt es aber Freibetr?ge. Das BAf?G geht davon aus, dass zun?chst die Auszubildenden selbst und diejenigen, die nach dem b?rgerlichen Recht zu ihrem Unterhalt verpflichtet sind – also ihre Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner und Eltern – f?r den Unterhalt und die Ausbildung aufkommen. Das BAf?G tritt mit seinen Leistungen grunds?tzlich nur nachrangig ein.

Wie hoch ist die F?rderung?
Der monatliche F?rderungsh?chstsatz f?r Studierende an H?heren Fachschulen, Akademien und Hochschulen liegt seit dem Wintersemester 2020 bei 861 Euro. Darin ist auch ein Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung von insgesamt 109 Euro enthalten. Der ebenfalls darin enthaltene Wohnzuschlag f?r Studierende, die nicht mehr zu Hause leben, betr?gt 325 Euro. Nicht mehr bei den Eltern wohnende Sch?ler erhalten einen H?chstsatz von 694 Euro.

Wann beantragen?
Damit das Geld rechtzeitig flie?t, sollte der Erstantrag gut zwei Monate vor Studienbeginn gestellt werden, da die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Ein Tipp der ARAG Experten: An den meisten Hochschulen k?nnen auch unvollst?ndige Antr?ge abgegeben und fehlende Unterlagen nachgereicht werden. Das jeweilige Studentenwerk gibt dar?ber Auskunft.

Andere Finanzierungsquellen
Viele Studenten kommen mit dem BAf?G allein nicht ?ber die Runden, sodass sie zus?tzlich einen Studienkredit aufnehmen m?ssen. Anders als bei gew?hnlichen Krediten bekommt man das f?r Lebenshaltung und Studiengeb?hren gedachte Geld nicht auf einmal, sondern monatlich ausgezahlt. Angebote gibt es bundesweit bei Gro?banken sowie lokal begrenzt bei Sparkassen und Volks- oder Raiffeisenbanken. Der g?ngigste Anbieter ist jedoch die KfW-Bank. Der maximale Kreditrahmen f?r Studenten liegt dort bei 650 Euro pro Monat. Ein Studienkredit muss nach Auskunft der ARAG Experten allerdings vollst?ndig zur?ckgezahlt werden.

Hilfe in der Pr?fungsphase
Wer kurz vor dem Examen steht, sollte sich auch ?ber ?berbr?ckungs-, Zwischen- und Abschlussfinanzierungskredite informieren. Diese Darlehen des Bundesverwaltungsamtes, der Studentenwerke sowie der E. W. Kuhlmann-Stiftung dienen dazu, am Ende eines Studiums – in der Pr?fungsphase – finanzielle Unterst?tzung zu gew?hren. Sie zeichnen sich durch besonders g?nstige Zinss?tze aus und sind teilweise sogar zinsfrei.

Stipendium
Um sich ganz dem Studium zu widmen, bieten zahlreiche Stiftungen und Organisationen Stipendien an. ?brigens: Mit einem Stipendium werden nicht nur hochbegabte und bed?rftige Studenten gef?rdert. Je nach Ziel und Ausrichtung der Stiftung werden auch beispielsweise Studenten mit Migrationshintergrund, mit alternativen Bildungswegen oder mit Kindern gef?rdert. Es gibt auch Stipendien f?r bestimmte Studienf?cher oder Fakult?ten: Die Stipendien der Veith-Berghoff-Stiftung unterst?tzen beispielsweise Studierende der Schiffs- und Meerestechnik; die Emil-Freiherr-Marschalk-von-Ostheim’sche Stiftung vergibt Stipendien f?r Studierende aus Ober-, Mittel-, und Unterfranken sowie aus dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Henneberg. Es ist also f?r fast jeden etwas dabei. Das passende Stipendium k?nnen Studierende auf www.mystipendium.de finden, einer Homepage der “Initiative f?r transparente Studienf?rderung”. Die F?rderh?he variiert stark zwischen den Stiftungen. Sie reicht von einer Einmalzahlung von wenigen hundert Euro bis zur monatlichen Zahlung von 1.500 Euro; bei Doktoranden fallen die F?rdersummen oftmals weit h?her aus.

Bildungsfonds: Studium als Wertanlage
Bildungsfonds-Konzepte sind noch eine sehr junge Variante der Studienfinanzierung. Anleger kaufen Anteile am Fonds. Aus den Mitteln werden ausgew?hlte Studenten gef?rdert. Nach Abschluss des Studiums zahlen diese f?r einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten Prozentsatz des Einkommens zur?ck. Damit werden laut ARAG Experten die Anleger bezahlt und dann wieder neue Studenten unterst?tzt.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

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