Emotionen triumphieren über Künstliche Intelligenz

Sabrina von Nessen pl?diert f?r Menschlichkeit in einer technischen Zukunft

Vom 3. Bis 7. Mai 2021 widmete sich die von B2B Insider veranstaltete “Online Fokus Konferenz HR” den aktuellen Trends der Personalarbeit: von Recruiting, ?ber Employer Branding bis hin zu Learning und Digitalisierung. Den Abschluss der abwechslungsreichen Konferenzwoche mit knapp 1.000 Teilnehmern und mehr als 30 Speakern bildete der Blick in die Zukunft: HR-Technologie-Innovationen. In ihrer Er?ffnungs-Keynote beleuchtete Sabrina von Nessen den Einsatz von K?nstlicher Intelligenz in Human Resources. Teilnehmer berichten von hoher Kompetenz, einwandfreier Technik, professionellem Setting und hoher Vortragsqualit?t.

Mensch und Maschine gehen Hand in Hand

“K?nstliche Intelligenz er?ffnet Chancen f?r mehr Menschlichkeit”, so Sabrina von Nessen. Mit diesem Satz erntet die Unternehmerin, Rednerin, Business Mentorin und Autorin regelm??ig verwunderte Blicke. Und sie kennt den Grund: “Viele Menschen glauben, Roboter werden Arbeitspl?tze rauben. Aber es ist andersherum: Wer Technologie fr?hzeitig einsetzt und die M?glichkeiten erkundet, schafft neue Arbeitspl?tze. Kluge Unternehmer bereiten sich heute auf den Einsatz von K?nstlicher Intelligenz vor.”

Damit ist nat?rlich noch nichts ?ber die menschlichen Qualit?ten in einer technischen Zukunft gesagt. Sind Menschen ?berfl?ssig und austauschbar? Von Nessen glaubt nicht daran, zumindest nicht auf absehbare Zeit. Denn K?nstliche Intelligenz st??t an ihre Grenzen bei dem, was f?r uns Menschen selbstverst?ndlich ist: Humor, Ironie, versteckte Bez?ge im Kontext. Menschliche Kommunikation setzt Alltagswissen und das bewusste Verarbeiten der vorherigen Informationen voraus. “Lesen Sie das Buch” hat eine v?llig andere Bedeutung, wenn der Satz nicht nach einer Buchrezension, sondern nach einer Filmkritik steht.

K?nstliche Intelligenz h?lt Einzug in den Unternehmensalltag

K?nstliche Intelligenz gilt als Megatrend und Schl?sseltechnologie. Mittels Machine Learning oder Deep Learning k?nnen Maschinen menschen?hnliche Intelligenzleistungen vollbringen. Die Maschine analysiert Unmengen von Datens?tzen, erkennt Muster und Gesetzm??igkeiten und kann so Probleme l?sen oder Ereignisse voraussagen. Deshalb kann K?nstliche Intelligenz sprechen, lesen und ?bersetzen. Sie kann sogar die menschliche K?rpersprache deuten und Emotionen erfassen. Das kann furchteinfl??end sein, wei? die Rednerin: “Es geht nicht darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. Sondern vielmehr darum, die Entwicklung mit wachsamem Auge zu beobachten und fr?hzeitig Akzente zu setzen, damit sich Unternehmen optimal vorbereiten k?nnen und so die Zukunft meistern.”

L?st K?nstliche Intelligenz den Fachkr?ftemangel?

Von Nessen illustriert an einem Tag im Jahr 2030, dass K?nstliche Intelligenz zuk?nftig m?glicherweise weitgehend eigenst?ndig das passende Personal findet, anspricht, interviewt und einstellt. Die Technologie macht es heute m?glich, Anforderungs- und Pers?nlichkeitsprofile zu erstellen und abzugleichen. Die Maschine findet also den perfekten Kandidaten f?r eine vakante Stelle. Danach sehnen sich Personalverantwortliche. Der Fachkr?ftemangel ist allgegenw?rtig, Personalakquise ist aufw?ndig, langwierig und damit teuer und immer das Ergebnis subjektiver Entscheidungen.

Sabrina von Nessen glaubt daran, dass der Technologie sich in allen Unternehmensbereichen durchsetzen, menschliche Ressourcen ersetzen und neue F?higkeiten erfordern wird. “Der Fortschritt ist f?r mich nicht bedrohlich, sondern voller Potentiale und Chancen. Wir sind als Unternehmer daf?r verantwortlich, Menschen bestm?glich auf diese technologische Zukunft vorzubereiten. Gleichzeitig werden neue Berufsbilder wie der VR-Designer entstehen und andere Berufe werden sich mithilfe von Technologie zwar ver?ndern, aber nicht entfallen.”

Noch keine Akzeptanz f?r den Einsatz K?nstlicher Intelligenz

Ohnehin fehlt heute noch die Akzeptanz f?r einen breiten Einsatz von K?nstlicher Intelligenz in Human Resources. Und das zu Recht. Denn der Nicht-Experte versteht die Technologie noch zu wenig, um deren Funktionsweise und Entscheidungen nachzuvollziehen. Und damit unterliegen die Maschinen auch keinen ethischen Ma?st?ben. So scheiterten auch Versuche von renommierten Unternehmen wie Microsoft oder Amazon in der Vergangenheit daran, dass K?nstliche Intelligenz die Gesetzm??igkeiten der Daten nutzt, mit denen sie gef?ttert wurde. Damit ist ihre Analyse und Entscheidung ebenso viel oder wenig rassistisch, unmoralisch oder fehlbar wie der Input.

“Und so g?be es unz?hlige weitere Gr?nde, die gegen den Einsatz von K?nstlicher Intelligenz sprechen”, so Sabrina von Nessen. “Dennoch pl?diere ich daf?r, erste Schritte zu gehen. Behutsam, bewusst, reflektiert. Immer mit Ma? und Ziel. Ich pl?diere daf?r, weil alles technisch Machbare seinen Durchbruch finden wird, fr?her oder sp?ter. Und f?r diesen Zeitpunkt w?nsche ich mir eine gebildete, erfahrene, reflektierte Gesellschaft, die ethische Regeln definiert, die die richtigen Fragen stellt und so f?r eine lebenswerte, menschliche Zukunft sorgt. F?r eine Zukunft, in der nachfolgende Generationen auf die kombinierten St?rken von Mensch und Maschine setzen k?nnen.”

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