Heizen mit Eis: nullpunkt AG startet nächste Wachstumsphase

Schweizer Cleantech-Startup will Eisspeicher-W?rmepumpe Triton skalieren und den DACH-Markt erschlie?en.

Eine W?rmepumpe, die mit der Energie von Eis arbeitet, ohne Erdsondenbohrung auskommt und nachts besonders leise betrieben werden kann. Mit ihrem Eisspeicher-W?rmepumpensystem Triton will die Schweizer nullpunkt AG eine Alternative f?r Einfamilienh?user schaffen, bei denen klassische W?rmepumpenl?sungen an bauliche, technische oder akustische Grenzen sto?en.

– W?rme aus Eis: Die nullpunkt AG nutzt die beim Gefrieren von Wasser freiwerdende Latentw?rme f?r ihr Eisspeicher-W?rmepumpensystem Triton ? ohne Erdsondenbohrung und mit flexiblem, kompaktem Speicher.

-Leise und flexibel: Triton soll insbesondere dort eine Alternative bieten, wo klassische W?rmepumpen an Grenzen sto?en. Der Eisspeicher erm?glicht einen reduzierten bzw. abgeschalteten Nachtbetrieb des Au?enw?rmetauschers und damit einen besonders leisen Betrieb.

– N?chste Wachstumsphase: Nach ersten Anlagen in der Schweiz und einem Netzwerk von mehr als 30 Installationspartnern will nullpunkt nun Produktion, Vertrieb und Produktentwicklung skalieren und den DACH-Markt erschlie?en. Daf?r strebt das Unternehmen eine Finanzierung von 1,1 Millionen Franken

Nach dem Markteintritt in der Schweiz und ersten realisierten Anlagen geht das Unternehmen nun in die n?chste Wachstumsphase. ?ber die Investmentplattform Companisto hat nullpunkt eine Finanzierungsrunde zur Weiterentwicklung und Skalierung des Unternehmens gestartet.

Eine Beteiligung ist bereits ab 283 Euro m?glich. Im vorgelagerten Angel-Club-Segment wurden nach Angaben des Unternehmens innerhalb einer Woche mehr als 250.000 Euro investiert. Das nun eingeworbene Kapital soll unter anderem in Produktentwicklung, Personal, Marketing, Vertrieb und den weiteren Aufbau der Serienfertigung flie?en.

W?rme aus Eis: Bekanntes Prinzip, neu gedachtDas Konzept der nullpunkt AG basiert auf einem bekannten physikalischen Effekt: der sogenannten Latentw?rme. Wenn Wasser gefriert, wird Energie frei. Diese W?rme kann eine W?rmepumpe nutzen, um ein Geb?ude zu beheizen.

?Wir wollen die Energie des Eises nutzbar machen. Das ist keine neue Physik ? neu ist, wie wir sie in ein System packen, das in ein normales Einfamilienhaus passt?, sagt Thomas Degelo, Mitgr?nder und CEO der nullpunkt AG.

Genau hier setzt Triton an. Das System kombiniert einen Au?enw?rmetauscher, einen Eisspeicher mit rund 1.000 Litern Wasser und eine Sole-Wasser-W?rmepumpe. Die W?rmepumpe entzieht dem Speicher Energie, w?hrend der Au?enw?rmetauscher ihn mit Umweltw?rme wieder aufl?dt.

Anders als klassische Eisspeicher, die h?ufig als gro?e saisonale Speicher konzipiert werden, arbeitet Triton im Tages- und Wochenrhythmus. Dadurch kann der Speicher deutlich kompakter ausfallen und beispielsweise im Keller, Vorkeller, in einer Garage oder einem Nebengeb?ude aufgestellt werden.

Keine Erdsonde, kein BaggerDamit adressiert nullpunkt eine konkrete L?cke im W?rmepumpenmarkt. Erdsonden sind nicht auf jedem Grundst?ck m?glich oder wirtschaftlich sinnvoll. Gleichzeitig k?nnen Luft-Wasser-W?rmepumpen insbesondere in dicht bebauten Wohngebieten aufgrund ihrer Ger?uschentwicklung eine Herausforderung darstellen.

Triton kommt ohne Erdsondenbohrung aus. Der Eisspeicher wird nicht als gro?er unterirdischer Saisonalspeicher angelegt, sondern kann flexibel im Geb?ude oder in einem geeigneten Nebengeb?ude aufgestellt werden. Aufwendige Bohr- und Erdarbeiten k?nnen damit entfallen.

Der kompakte Speicher ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Nach Angaben von nullpunkt speichert er bei gleicher Baugr??e rund f?nfmal so viel Energie wie ein herk?mmlicher Pufferspeicher. Grundlage ist der Phasenwechsel des Wassers: Beim ?bergang von fl?ssig zu fest wird zus?tzliche W?rme frei.

Der besondere Vorteil: leiser NachtbetriebEin weiterer Schwerpunkt von Triton ist der Schallschutz. Da die W?rmeversorgung nachts aus dem gespeicherten Energieinhalt des Eisspeichers erfolgen kann, muss der Au?enw?rmetauscher in dieser Zeit nicht mit voller Leistung betrieben werden.

Nach Angaben von nullpunkt kann der Ventilator zwischen 19 und 7 Uhr auf rund 35 dB(A) reduziert oder vollst?ndig abgeschaltet werden. Tags?ber liegt der angegebene Schallpegel bei etwa 53 dB(A).

Damit zielt das Unternehmen insbesondere auf dicht bebaute Einfamilienhausgebiete, in denen die Ger?uschentwicklung einer Luft-Wasser-W?rmepumpe zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Heizsystems werden kann.

Erste Anlagen bereits im MarktDer Markteintritt von Triton erfolgte im Herbst 2025. Seitdem wurden nach Angaben von nullpunkt mehrere Anlagen in der Schweiz realisiert. Das Unternehmen plant, die Zahl der installierten Systeme in den kommenden Jahren deutlich zu erh?hen.

Die bisherigen Projekte zeigen unterschiedliche Einsatzm?glichkeiten. Triton wurde unter anderem als Alternative zu bestehenden ?l- und Gasheizungen eingesetzt. Auch die Integration in bestehende Energiekonzepte ist m?glich.

Parallel baut nullpunkt sein Installationspartner-Netzwerk aus. In der Schweiz sind inzwischen mehr als 30 Installationspartner gelistet. F?r das Unternehmen ist der Ausbau des Fachhandwerks ein wichtiger Schritt, um aus den ersten Marktprojekten ein skalierbares Vertriebs- und Installationsmodell zu entwickeln.

Finanzierung soll die Skalierung erm?glichenMit der aktuellen Finanzierungsrunde will nullpunkt die Voraussetzungen f?r die n?chste Unternehmensphase schaffen. Das Unternehmen strebt eine Finanzierung von 1,1 Millionen Franken an. Bereits ab rund 650.000 Franken w?re nach den vorliegenden Angaben ein erstes Closing m?glich. Die Finanzierung erfolgt unter anderem ?ber Companisto; der Einstieg ist ab 283 Euro m?glich.

?Mit deiner Investition wirst du Teil eines innovativen Schweizer Start-ups und unserer zukunftsorientierten Vision, den Heizungsmarkt in der DACH-Region nachhaltig zu ver?ndern?, sagt Thomas Degelo im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde.

Das Kapital soll nach Unternehmensangaben unter anderem in Marketing, Personal und den Ausbau der Serienfertigung flie?en. Gleichzeitig soll das Installations- und Vertriebsnetzwerk weiter ausgebaut werden.

F?r nullpunkt ist die Kapitalaufnahme damit ein entscheidender Schritt vom technologischen Aufbau hin zur Skalierung. Die ersten Systeme sind im Markt, Installationspartner stehen bereit und die n?chste Produktgeneration befindet sich in Entwicklung.

Strategischer Investor an BordBereits im September 2025 beteiligte sich EBP Ventures, der Venture-Capital-Arm der Z?rcher EBP Schweiz AG, an nullpunkt. Der strategische Partner bringt neben Kapital auch Erfahrung und Netzwerk in der Energie- und Geb?udetechnik mit.

F?r ein junges Unternehmen wie nullpunkt ist diese Kombination aus Finanzierung und Branchenkompetenz insbesondere mit Blick auf die weitere Markterschlie?ung relevant.

Vom Ingenieurb?ro zum Cleantech-StartupHinter nullpunkt stehen die Maschinenbauingenieure Thomas Degelo, Michael Egli und Pascal Barmet. Die drei Gr?nder kennen sich aus ihrer gemeinsamen technischen Arbeit und betreiben seit 2014 ein Ingenieurb?ro.

Ihre beruflichen Erfahrungen reichen unter anderem in die Luftfahrt, den Maschinenbau und die Entwicklung technischer Haushaltsger?te. Zu den fr?heren Kunden geh?rten nach Unternehmensangaben unter anderem Boeing, Raumfahrtzulieferer und Hersteller von Haushaltsger?ten.

Die Entwicklung von Triton begann 2023. Im April 2025 wurde die nullpunkt AG gegr?ndet. Die eigene Wertsch?pfung konzentriert sich auf die Systemarchitektur, das Speicherdesign sowie Steuerung und Software. Die W?rmepumpe und weitere Komponenten werden von spezialisierten Partnern bezogen und zum Gesamtsystem integriert.

F?r die entwickelte Technologie wurden bislang zwei Patente angemeldet und ver?ffentlicht.

N?chster Schritt: gr??ere Leistungsklassen und DACH-MarktNeben der Skalierung des bestehenden Systems arbeitet nullpunkt an gr??eren Leistungsklassen. Geplant ist eine Variante mit 20 bis 25 Kilowatt, die die Technologie auch f?r kleinere Mehrfamilienh?user interessant machen soll.

Gleichzeitig will das Unternehmen weitere W?rmequellen in das System integrieren. Solarthermie ist dabei ebenso denkbar wie perspektivisch weitere Formen der Umwelt- und Abw?rmenutzung. Der Eisspeicher soll damit zunehmend zu einer Schnittstelle f?r unterschiedliche W?rmequellen werden.

Der Fokus liegt zun?chst auf dem Schweizer Markt und der Vorbereitung der Expansion in die DACH-Region. Gerade Deutschland bietet f?r alternative W?rmepumpenl?sungen einen gro?en potenziellen Markt.

Zwischen Technologie und MarktdurchbruchDie zugrunde liegende Physik ist seit langem bekannt. Die Herausforderung besteht darin, daraus ein wirtschaftliches und alltagstaugliches Produkt zu machen.

Mit Triton verfolgt nullpunkt deshalb einen Systemansatz: Der Eisspeicher dient nicht als gro?er saisonaler Energiespeicher, sondern als kompakter thermischer Puffer, der Energie ?ber den Tages- und Wochenverlauf verschiebt. Dadurch sollen Installationsaufwand, Platzbedarf und Ger?uschentwicklung reduziert werden.

F?r das Schweizer Cleantech-Startup beginnt damit eine entscheidende Phase. Nach Entwicklung, Markteintritt und ersten Installationen geht es nun um Finanzierung, Vertrieb, Partnernetzwerk und Skalierung.

?Wir wollen die Energie des Eises nutzbar machen?, br

Keywords:Heizen mit Eis,Eisspeicher-W?rmepumpe,W?rmepumpe ohne Bohrung,W?rmepumpe Einfamilienhaus,Latentw?rme

adresse

Powered by WPeMatico

Anzeigen