The Natural Gem: Das Einmaleins der Edelsteinkunde

Edelsteine sind bereits seit Jahrhunderten auf dieser Erde und faszinieren die Menschen mit ihrer Einzigartigkeit, ihrer Sch?nheit und ihrem Glanz. Welche naturwissenschaftliche Disziplin besch?ftigt sich mit den Steinen?

Die Wissenschaft der Edelsteine umfasst zahlreiche Bereiche, die sich mit Mineralien, Kristallen, Gesteinen, Edelsteinen oder Schmucksteinen besch?ftigen. Sie haben ihren Ursprung in der Geologie – der Wissenschaft der Erde. Dieses ist auch die Basis f?r die Wissenschaft der Edelsteine, die als Gemmologie bezeichnet wird und ein Teilbereich der Mineralogie aus der Geologie ist. Durch diese naturwissenschaftliche Disziplin k?nnen Edelsteine richtig zugeordnet und bestimmt werden sowie Analysen auf die Zusammensetzung, das Vorkommen und Lagerst?tten erfolgen. “Die Edelsteinkunde, die Gemmologie, ist der Fachbegriff der Steinkunde und hat in ?sterreich eine lange Geschichte. In der Edelsteinkunde werden die Werte, Sch?nheit und Seltenheit wissenschaftlich erforscht und begleitet”, erkl?rt der sympathische ?sterreicher Dr. Thomas Schr?ck, Gr?nder des Unternehmens The Natural Gem GmbH in Wien und seit ?ber 30 Jahren als Gemmologe in der Edelsteinkunde zu Hause. Das Unternehmen The Natural Gem mit Sitz im Herzen ?sterreichs steht f?r 30 Jahre Erfahrung im internationalen Edelsteinhandel, ist europ?ischer Marktf?hrer f?r naturfarbene, unbehandelte Edelsteine und hat sich vor allem auf das Investment in Farbedelsteine spezialisiert. Die Kernkompetenz liegt in der Verf?gbarmachung entsprechender Edelsteine, wobei der Fokus auf den “Gro?en 3”, Rubin, Saphir und Smaragd liegt. Dr. Thomas Schr?ck, promovierter ?konom und international ausgebildeter Gemmologe (u.a. Schweiz, USA, Indien) ist seit seiner Kindheit von der Steinkunde fasziniert und dankbar, dass er seine Leidenschaft zum Beruf machen durfte. “Im Gegensatz zur Mineralogie richtet sich die Gemmologie eher nach der Bedeutung der Steine f?r den Edelstein- und Schmuckhandel. An uns treten Kunden mit ausgefallenen W?nschen und wir k?nnen ?ber ein konstantes Lager von ungef?hr 5.000 zertifizierten Edelsteinen direkt oder ?ber Suchauftr?ge zeitnah die W?nsche erf?llen: Von A, wie Alexandrit, bis Z, wie Zoisit”, freut sich Dr. Thomas Schr?ck.

Sind Edelsteine von Natur aus sch?n?

Dr. Thomas Schr?ck hierzu: “Edelsteine sind Mineralien, die in der Natur in Gesteinen kristallisieren und besondere chemische sowie physikalische Eigenschaften aufweisen. Die Mehrheit der Bev?lkerung geht davon aus, dass Edelsteine aufgrund ihrer Einzigartigkeit direkt nach dem Fund f?r das Tragen geeignet sind. Aber das ist nicht der Fall. Erst durch eine das Schleifen werden die verschiedenen Facetten und die Sch?nheit der Edelsteine zum Leben erweckt.” Bei Investments in Edelsteine liegt der Fokus auf die sogenannten naturfarbenen, unbehandelten Edelsteine, die sehr selten sind. Was bedeutet unbehandelt? “Dazu z?hlen jene circa eins bis drei Prozent Edelsteine der j?hrlichen Weltf?rderung, die eine solche Reinheit besitzen, dass sie – mit Ausnahme des Schleifens – in keinster Weise behandelt werden m?ssen. Oder anders gerechnet: Auf 97 gefundene Edelsteine (egal, ob Rubine, Saphire oder Smaragde) kommen nur drei Steine, die au?er dem Schleifen perfekt sind. Das Schleifen von Edelsteinen wird nicht als Behandlung gesehen, wohl aber das Erhitzen, das F?llen von Rissen oder das ?len der jeweiligen Edelsteine.”, erkl?rt Edelsteinexperte Dr. Thomas Schr?ck.

Grundlagen der Mineralogie und Gemmologie

Die Mineralogie besch?ftigt sich mit nat?rlichen Mineralien und untersucht zu welchem Zeitpunkt und unter welchem Druck, Geschwindigkeit, Temperatur oder in welcher chemische Umgebung sie entstanden sind. Mit diesem Wissen ist es Wissenschaftlern m?glich, Theorien ?ber die Entwicklung der Erde und des Universums zu entwickeln und diese wiederum mit weiteren Entdeckungen zu belegen oder zu widerlegen. Dr. Thomas Schr?ck hierzu: “Die Wissenschaft der Mineralogie ist trotz dessen nicht ausschlie?lich f?r die Forschung der Erde ein wichtiger Bestandteil, sondern mit Hilfe dieser Forschungen kann untersucht werden, f?r welche Zwecke unterschiedliche Mineralien geeignet sind.” Die H?rte ist beispielsweise eines der wichtigsten mechanischen Eigenschaften und eignet sich aus diesem Grund optimal f?r die Nutzung im technischen Bereich. Besonders die mineralischen Hartstoffe Bornitrid oder Sialon sind grundlegende Bestandteile in der Erforschung von Erdbeben oder f?r die Aufbereitung mineralischer Rohstoffe.

Die Gemmologie besch?ftigt sich dahingehend ausschlie?lich mit Edelsteinen und ist umgangssprachlich als Edelsteinkunde bekannt. “Erst in den 1960er Jahren gelang der Durchbruch der Gemmologie in ?sterreich. Professor Walter Mican ist es zu verdanken, dass der Begriff “Gemmologie” in die ?sterreichische Juwelen Branche eingef?hrt wurde. Neben seinen richtungsweisenden Publikationen im “Der Sachverst?ndige” ist es sein Einsatz, dass die international anerkannte Graduierung von Diamanten und Perlen in ?sterreich etabliert wurde”, erkl?rt Dr. Thomas Schr?ck. Professor Walter Mican, Goldschmiedemeister, Juwelier und Gemmologe (Ausbildung in Idar-Oberstein), der bis zu seinem Tode 2008 zu den gro?en Pers?nlichkeiten der Juwelenbranche z?hlte, gr?ndete ein privates Edelsteinlabor “Mican Juwelen und Laboratorien f?r Edelsteinuntersuchung und Edelsteinbewertung GesbH” – das heutige Gemmologische Labor Austria KG (GLA). In Bezug auf die gemmologischen Untersuchungen stehen drei grundlegende Fragen im Fokus, mit denen sich Gemmologen auseinandersetzen. In erster Linie wird analysiert, um welchen Stein es sich handelt und ob dieser bereits bekannt oder eine Neuentdeckung ist. Mit Hilfe der Dokumentation ?ber die Entstehung, die Fundst?tten und Eigenschaften ist es den Wissenschaftlern m?glich, die Steine zuzuordnen. An zweiter Stelle wird ?berpr?ft, ob es sich um einen nat?rlichen oder synthetischen Stein handelt. Die Edelsteine Rubin, Saphir oder Smaragd sind nat?rliche Steine, k?nnen aber auch k?nstlich im Labor hergestellt werden. Die letzte grundlegende Frage, die gekl?rt wird, ist der allgemeine Zustand des Steines und die Tatsache, ob Behandlungen zur optischen Optimierung vorgenommen wurden.

Wie werden die wertvollen Steine analysiert und verarbeitet?

Die erstklassigen Edelsteine sind einzigartig. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Edelsteine mit zerst?rungsfreien Methoden zu untersuchen, um zu vermeiden, dass sie an Wert verlieren. Um die Steine so schonungslos wie m?glich zu analysieren, werden sie anhand ihrer optischen, physikalischen, chemischen und kristallographischen Eigenschaften identifiziert. Die bekannteste Untersuchung ist die Bestimmung des Brechungsindex. Dr. Schr?ck weist darauf hin, dass jedes Mineral einzigartig ist und einen spezifischen Wert aufweist, der vom Material und der Kristallstruktur abh?ngt Um das Verst?ndnis und die Sinnhaftigkeit dieser Methode zu verdeutlichen, werden Diamanten und Quarze verglichen. “Die Gemmologie ist momentan davon getrieben, dass unglaublich schnell Erkenntnisse gewonnen werden durch Spektralanalysen, durch Maschinen, die wir bis jetzt nicht hatten. Dieser technologische Fortschritt dient der besseren Echtheits- und Wertbestimmung von Edelsteinen. Viele Menschen verstehen von der Materie Gemmologie zu wenig, die unabh?ngigen Pr?fungen zertifizierter Institute bringen Gewissheit”, erkl?rt Dr. Thomas Schr?ck.

Die Faszination nach Edelsteinen – Traumjob “Gemmologe”

Die Wissenschaft der Edelsteine erfolgt in den meisten F?llen als einen Teilbereich des allgemeinen Studiums der Mineralogie. Dr. Schr?ck weist darauf hin, wer eine Ausbildung in Gemmologie absolvieren m?chte, der findet zahlreiche M?glichkeiten an anerkannten gemmologischen Instituten unter anderem an der Gemmologische Akademie in Linz, ?sterreich, Idar-Oberstein in Deutschland, bei den Schweizer Gemmologischen Institut SSEF in Basel oder auch an dem Gemological Institute of America in New York. “Nach der gemmologischen Ausbildung ist man in der Lage, als Sachverst?ndiger die Qualit?t der Edelsteine zu beurteilen und, sie auf Echtheit, Reinheit, Farbe, Gewicht und Schliff zu pr?fen. F?r die Untersuchungen kommen Instrumente wie Mikroskop, Polariskop, Konoskop, Refraktometer, Spektroskop, Reflektometer und Thermotester sowie chemisch-physikalische Methoden zur Anwendung. Dies ist Teil der fundierten Ausbildung”, erkl?rt Dr. Thomas Schr?ck.

Letztendlich ist der Markt f?r Edelsteine nicht nur f?r die Schmuckindustrie von wichtiger Bedeutung, sondern er zeigt auf welche Sch?tze sich in und auf der Erde befinden, die seit vielen tausenden Jahren erforscht werden und Faszinationen im Kleinen und Gro?en ausl?sen. Durch die Einzigartigkeit lebt die Gemmologie von gro?er Abwechslung.

V.i.S.d.P.:

Viktoria Akopjan
Studentin & Bloggerin

?ber den Autor:

Viktoria Akopjan studiert Gesundheits?konomie mit der Vertiefung Krankenhaus- und Pharmaziemanagement an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Ihre Interessen beziehen sich auf Ern?hrungswissenschaften, Public Health und die digitale Entwicklung in der Gesundheitswirtschaft. Als Werkstudentin im Bereich Personalentwicklung sammelt sie Erfahrungen f?r den Wandel in die digitale Transformation.

Keywords:Gemmologie, Edelsteinkunde, Mineralogie, Dr. Thomas Schr?ck, The Natural Gem GmbH, Rubin, Saphir, Smaragd, Zertifikat, SSEF, GIA, Spektralanalyse, Wien, ?sterreich, Ida-Oberstein, Professor Mican

adresse

Powered by WPeMatico