Umfrage von Protolabs in der Batterieindustrie zeigt klare Tendenzen zur Rückverlagerung von Produktion und stärkerem Umweltschutz

– R?ckverlagerung: 73 Prozent der befragten deutschen Unternehmen wollen innerhalb der n?chsten zw?lf Monate Teile ihrer Lieferkette zur?ck in die eigene Region verlagern
– Produkteinf?hrung: 73 Prozent planen im selben Zeitraum neue Batterie- oder Energiespeichersysteme auf den Markt zu bringen
– Recycling: 70 Prozent der befragten Unternehmen stimmen zu, dass die Wiederverwertung und das Recycling von Batterien und Materialien ein entscheidendes Mittel zur Bek?mpfung von Rohstoffengp?ssen in Europa darstellt

Feldkirchen bei M?nchen, 13. Juli 2021 – Um Deutschland als f?hrende Nation im Bereich der Batterieproduktion zu etablieren, ist die R?ckverlagerung von Lieferketten und Produktionsanlagen in die eigene Region entscheidend. Diese Erkenntnis ist eine der zentralen Botschaften der aktuellen Studie Electric Times, einer von Protolabs in Auftrag gegebenen Befragung unter leitenden Angestellten der europ?ischen Batterieindustrie aus L?ndern wie Deutschland, Frankreich und Gro?britannien. Demnach geben 73 Prozent der deutschen Befragten an, in den n?chsten zw?lf Monaten Teile ihrer Lieferkette n?her an ihren Produktionsstandort verlegen zu wollen. Daneben ist auch die Reduktion des eigenen ?kologischen Fu?abdrucks ein entscheidender Faktor f?r diese neue strategische Ausrichtung.

Wunsch nach lokalen Bezugsquellen
Der Wunsch, die eigene Lieferkette wieder besser unter eigene Kontrolle zu bringen und lokalere Bezugsquellen zu schaffen, ist insbesondere durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der COVID-19-Pandemie verst?rkt worden. Den Befragten ist hier vor allem daran gelegen, die eigene Versorgung mit Rohstoffen und Bauteilen abzusichern und zugleich eine k?rzere Markteinf?hrungszeit zu erreichen. So stimmen etwa 60 Prozent der deutschen F?hrungskr?fte zu, dass sie die Produktion von Komponenten an spezialisierte Hersteller auslagern oder dies innerhalb der n?chsten 12 Monate planen. Dar?ber hinaus geben 73 Prozent an, die Einf?hrung eines neuen Batterieprodukts oder Speichersystems im kommenden Jahr vorzubereiten.

Exzellent eingerahmt wird die Studie durch den Neubau der Tesla Gigafactory 4 in Brandenburg. Diese soll – neben ihrer herausragenden Bedeutung f?r die Region – auch zu einer der fortschrittlichsten Serienproduktionsst?tten f?r Elektrofahrzeuge der Welt werden. Dementsprechend ist die Bedeutung f?r die regionale Wirtschaft kaum zu hoch einzusch?tzen und stellt auch f?r Zulieferer und heimische Produzenten in Deutschland eine immense Chance dar. Zus?tzliche Investitionen in Milliardenh?he und die Schaffung tausender neuer Arbeitspl?tze sind dabei nur die Spitze des Eisberges.

“Da derzeit nur sechs Prozent der weltweiten Batterieproduktion in Europa stattfindet, sind wir noch immer stark von Batteriezellenimporten abh?ngig. Aufgrund der rapide steigenden Nachfrage an Elektrofahrzeugen muss man sich dar?ber im Klaren sein, dass grundlegende ?nderungen der Lieferketten und Entwicklungsstandorte notwendig sind”, erkl?rt Bj?rn Klaas, Vizepr?sident und Gesch?ftsf?hrer von Protolabs Europe. “Der Wunsch Deutschlands, eine Spitzenposition im Rennen um die Elektrifizierung einzunehmen, ist klar erkennbar. Au?erordentlich erfreulich ist die Entschlossenheit, die inl?ndischen Lieferketten zu st?rken, um damit auch die Entwicklung und Produktion von Batterien k?nftig besser unterst?tzen zu k?nnen.”

“Dabei geht es nicht nur um Fabriken gigantischen Ausma?es, sondern auch um neue Technologien, Produktionskomponenten und, laut 80 Prozent der befragten Deutschen, um Investitionen in den Ausbau der Kapazit?ten additiver Fertigung”, erg?nzt Klaas. Neben dem zunehmenden Trend der R?ckverlagerung nannten sie erh?hte staatliche Investitionen und eine weitreichende Fiskalpolitik als M?glichkeit f?r Deutschland, die Batterieentwicklung und -fertigung in Fernost und anderen internationalen Gebieten herauszufordern.

Fokus auf Nachhaltigkeit
Fast die H?lfte der deutschen befragten F?hrungskr?fte sind der Ansicht, dass sich f?r ihre Unternehmen Wettbewerbsvorteile einstellen, wenn sie die Umweltvertr?glichkeit ihres Unternehmens erh?hen und dass es in Zukunft essenziell sein wird, auf Ma?nahmen der Kreislaufwirtschaft zu setzen, um ausl?ndische Investitionen zu akquirieren. Zudem sind 70 Prozent der Ansicht, dass neue Materialien und die Wiederverwertung von Batterien in Europa entscheidend sind, um die steigende Nachfrage an Batterieprodukten zu befriedigen. “Nachhaltigkeit umfasst die gesamte Wertsch?pfungskette: angefangen bei den Rohstoffen, ?ber die Lieferketten und die Herstellung bis hin zum Recycling – alle diese Teilaspekte m?ssen strenge Merkmale erf?llen, um ESG-Kriterien, also strengen Unternehmensstandards zur Verantwortung von Firmen hinsichtlich ihres ?kologischen und sozialen Fu?abdruckes, gerecht zu werden”, so Bj?rn Klaas.

“Im Vergleich zu anderen L?ndern ist Deutschland hinsichtlich der Erf?llung gesetzlicher Normen und Regularien gut aufgestellt – dennoch gibt es noch viel zu tun. So sind etwa 77 Prozent der befragten deutschen Entscheider besorgt ?ber die Verf?gbarkeit von verantwortungsvoll gef?rderten und produzierten Rohstoffen. 97 Prozent der Befragten sehen den Einsatz von erneuerbaren Energien in der Produktion als Herausforderung an”, f?hrt Klaas weiter aus. “Unsere Studie verweist auch auf einige kritische Punkte, die es f?r die Regierung zu beachten gilt. Besonders deutlich wird dies dadurch, dass mehr als die H?lfte der F?hrungskr?fte das Gef?hl haben, dass ?berm??ig gef?rderte Wasserstoffprojekte zu Lasten der Batteriespeichertechnologie gehen.”

Aus der Studie von Protolabs geht auch eine klare Botschaft hervor: Ein Gro?teil der Befragten aus Deutschland gibt zu bedenken, dass die Konzentration auf eine nachhaltige Produktion europ?ischen Batterieherstellern einen Wettbewerbsvorteil auf dem internationalen Markt verschaffen wird. Fortschritte und Entwicklungen d?rfen allerdings keinesfalls zulasten der Umwelt gehen, weshalb die Bestrebungen um einen m?glichst kleinen ?kologischen Fu?abdruck eine mindestens gleichwertige Rolle spielen.

Alle Informationen und Studienergebnisse der Studie finden Sie hier: https://get.protolabs.de/batteries/in-charge/

Methodik
Die von Protolabs in Auftrag gegebene Studie wurde im Fr?hjahr 2021 unter 200 leitenden Angestellten der europ?ischen Batterieindustrie durchgef?hrt. Die Befragten stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Gro?britannien, Norwegen und den Niederlanden.

Keywords:Umfrage,Protolabs,Batterieindustrie

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