Vom Havelufer ins Steuerhaus der „Moby Dick“

Vom Havelufer ins Steuerhaus der ?Moby Dick? ? Wie sich ein Berliner bei STERN + KREIS seinen Kindheitstraum erf?llt

Als kleiner Junge stand Cem Richter regelm??ig am Havelufer in Spandau und beobachtete fasziniert die ?MS Moby Dick? von STERN + KREIS. Damals fasste er einen Entschluss: Eines Tages wird er dieses Schiff selbst steuern. Mehr als 20 Jahre sp?ter ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Der 32-j?hrige Berliner absolviert bei STERN + KREIS seine Ausbildung zum Schiffsf?hrer und durfte bereits am Steuer genau jenes Schiffes stehen, das ihn seit seiner Kindheit begeistert. Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, welche Chancen eine Ausbildung bei Berlins traditionsreichster Fahrgastreederei bietet ? und wie sich Beharrlichkeit am Ende auszahlen kann.

Manche Berufsw?nsche entstehen erst nach einem Praktikum oder nach der Schulzeit. Bei Cem Richter war das anders. Er war noch ein Kind, als ihn die ?MS Moby Dick? in ihren Bann zog. Vom Gel?nde der Wasserfreunde Spandau 04 aus, wo seine Gro?mutter f?r die Gastronomie zust?ndig war, beobachtete er immer wieder, wie das markante Fahrgastschiff auf der Havel wendete. W?hrend andere Kinder einfach den Schiffen hinterherwinkten, stand f?r ihn schon fr?h fest: ?Irgendwann fahre ich dieses Schiff selbst.?

Was damals vielleicht wie ein blo?er Kindertraum klang, lie? ihn nie wieder los. ?ber viele Jahre hinweg bewarb sich der Berliner immer wieder um eine Ausbildung in der Schifffahrt ? nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit. Oft erhielt er nicht einmal eine Einladung zum Vorstellungsgespr?ch. Trotzdem gab er seinen Traum nie auf. ?Ich wusste schon als Kind ganz genau, was ich machen m?chte. F?r mich gab es eigentlich nie etwas anderes. Ich habe immer gesagt: Ich mache nichts zu 95 Prozent. Wenn, dann genau das.? Fast neun Jahre lang blieb er hartn?ckig, arbeitete zwischenzeitlich unter anderem im legend?ren Berliner Schwuz an der T?r, in der Geb?udereinigung und schlie?lich als Betriebsratsvorsitzender. Doch der Wunsch, Schiffe zu fahren, blieb.

Schlie?lich kam die Chance bei STERN + KREIS. Nach der Corona-Pandemie begann das Berliner Traditionsunternehmen wieder neue Schiffsf?hrerinnen und Schiffsf?hrer in der Binnenschifffahrt auszubilden ? und Cem erhielt endlich die Einladung, auf die er so lange gewartet hatte. ?Als die Zusage kam, wusste ich: Jetzt beginnt endlich das Leben, auf das ich so lange hingearbeitet habe?, erinnert er sich. Heute z?hlt er zu den engagiertesten Nachwuchskr?ften des Unternehmens und hat sich mit hervorragenden Leistungen und au?ergew?hnlichem Engagement bereits einen Namen gemacht.

Jeden Gast hei?t Cem pers?nlich willkommen

Besonders auff?llig ist dabei seine Einstellung gegen?ber den Fahrg?sten. F?r Cem geh?rt zur Personenschifffahrt weit mehr als das sichere F?hren eines Schiffes. Er m?chte, dass sich jeder Gast pers?nlich willkommen f?hlt. Deshalb begr??t und verabschiedet er seine Fahrg?ste bewusst nicht mit immer denselben Worten. Stattdessen hat er sich mindestens zehn verschiedene Begr??ungen und ebenso viele Verabschiedungen zurechtgelegt, die er je nach Situation variiert. ?Ich m?chte nicht, dass jemand h?rt, wie ich zehnmal hintereinander denselben Satz sage. Jeder Gast soll das Gef?hl haben, pers?nlich willkommen zu sein.? Mal hei?t es ?Sch?n, dass Sie da sind?, ein anderes Mal ?Herzlich willkommen an Bord?. Beim Aussteigen verabschiedet er seine G?ste beispielsweise mit ?Wiedersehen macht Freude? oder ?War sch?n mit Ihnen ? gerne wieder.? F?r ihn machen genau diese kleinen Gesten den Unterschied. ?Schiffe fahren ist das eine. Menschen einen sch?nen Tag zu bereiten, das andere?, sagt Cem.

Der wohl emotionalste Moment seiner bisherigen Ausbildung lie? dennoch nicht lange auf sich warten. Nur wenige Monate nach Ausbildungsbeginn bot sich ihm eine Gelegenheit, mit der er selbst nie gerechnet h?tte. Der Schiffsf?hrer fragte ihn, ob er f?r kurze Zeit das Steuer ?bernehmen m?chte ? ausgerechnet auf der ?MS Moby Dick?. ?Das war ein v?llig surreales Gef?hl. Wirklich unbeschreiblich. Ich habe dieses Schiff als Kind immer beobachtet, und pl?tzlich stand ich selbst am Steuer.? Besonders bewegt ihn bis heute der Gedanke, dass seine Mutter und seine Oma diesen Moment nicht mehr erleben konnten. ?Nat?rlich h?tte ich mir gew?nscht, dass sie das noch sehen k?nnen. Aber ich glaube, sie h?tten sich riesig gefreut.?

Ein ikonisches Schiff

Die ?MS Moby Dick? geh?rt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Fahrgastschiffen Berlins. Das 48 Meter lange Schiff wurde Anfang der 1970er-Jahre gebaut und ist mit seiner markanten Gestaltung ? der silbernen Walflosse am Heck, den schwarzen Schuppen und dem Walmaul am Bug ? l?ngst selbst zu einer Berliner Ikone geworden. Ihr Heimathafen ist die Greenwichpromenade in Tegel. Von dort aus geht sie regelm??ig auf Tour ?ber die Havel und den Tegeler See. Besonders beliebt ist derzeit die rund dreieinhalbst?ndige Fahrt ?Von Tegel in die City?, die ?ber den Hohenzollernkanal vorbei an Schleuse Pl?tzensee, Hauptbahnhof, Reichstag und Bundeskanzleramt bis zum Haus der Kulturen der Welt f?hrt. Je nach Fahrplan kommt die ?Moby Dick? au?erdem auf weiteren Havel-Routen rund um Tegel und Spandau zum Einsatz und kann exklusiv, beispielsweise f?r private Feiern oder Firmenevents, gemietet werden. F?r viele Berliner ist das au?ergew?hnliche Schiff seit Generationen ein fester Bestandteil ihrer Kindheit ? f?r Cem Richter wurde es zum Symbol seines gr??ten Traums.

Wie f?r den Job gemacht

Auch fachlich entwickelt sich Cem Richter au?ergew?hnlich schnell. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen und der positiven R?ckmeldungen aus dem Ausbildungsalltag absolviert er inzwischen die Ausbildung zum Schiffsf?hrer. Dennoch bleibt der 32-J?hrige bescheiden. ?Schiffe geradeaus fahren kann fast jeder. Aber ein Schiff zu f?hren, Verantwortung f?r die Crew, die Fahrg?ste und die Sicherheit zu ?bernehmen, ist etwas ganz anderes.? Sein Ziel ist es deshalb nicht, m?glichst schnell Karriere zu machen, sondern Erfahrung zu sammeln und Schritt f?r Schritt in die Verantwortung hineinzuwachsen. Langfristig m?chte er sein Wissen an andere weitergeben und sp?ter selbst Auszubildende begleiten.

?Cem ist auch f?r uns ein echter Gl?cksfall. Seine Erfahrung aus Clubszene und Veranstaltungsmanagement hilft uns sehr bei unseren zahlreichen Veranstaltungen an Bord unserer Schiffe?, sagt Sandra Schumacher, eine der Gesch?ftsf?hrerinnen von STERN + KREIS. ?Wenn es hei?t ?Cem ist dabei?, sind unsere Crews auch bei gro?en Veranstaltungen ganz entspannt!

?Mit Geschichten wie der von Cem Richter zeigt STERN + KREIS, welche Perspektiven eine Ausbildung in der Personenschifffahrt er?ffnet. Gesucht werden Menschen, die Verantwortung ?bernehmen, gerne im Team arbeiten und Freude am Umgang mit G?sten haben. Wer Technik, Handwerk und Dienstleistung miteinander verbinden m?chte, findet hier einen Beruf, der jeden Tag neue Herausforderungen bereith?lt ? und manchmal sogar einen Kindheitstraum Wirklichkeit werden l?sst.

?Wir sind stolz darauf, derzeit zw?lf Auszubildende bei Stern+Kreis auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten?, sagt Ausbildungsleiter Martin B?ll. ?Wer sich f?r eine Ausbildung auf dem Wasser interessiert, ist bei uns herzlich willkommen. Interessierte k?nnen sich jederzeit f?r einen Praktikumsplatz bewerben und sich bereits jetzt den Ausbildungsstart im April oder August 2027 sichern.?

?Ich wei?, dass ich diesen Beruf den Rest meines Lebens machen m?chte?, sagt Cem Richter. ?Die manchmal n?tige Gelassenheit daf?r habe ich, weil ich endlich angekommen bin.?

Alle Informationen zu den Angeboten und Abfahrtszeiten sind unter www.sternundkreis.de zu finden.

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